Atombau und chemische Bindung, Wechselwirkung zwischen Materie und Energie,
chemische Reaktionen
Gegenstandskatalog (4. Aufl. 2001)[x)]:
2.1 (Atome, Isotope, Periodensystem), 2.2 (Chemische Bindung),
3.1.1 (chemisches Gleichgewicht), 3.5 (Bildung und Eigenschaften der Salze)
Lehrbuch x): Kapitel 1, 2, 4, 5
Aufgaben: 1-1 bis 1-7
1. Erklären Sie kurz den Aufbau eines Atoms, insbesondere der Elektronenhülle. Wie erklären Sie sich das Auftreten von Linienspektren bei Aufgabe 1-2 ?
2. a) Erklären Sie kurz das Ordnungsprinzip des Periodensystems
(Hauptgruppen, Nebengruppen).
b) Wie ändern sich die folgenden
Eigenschaften der Elemente beim Durchlaufen einer Periode bzw. Gruppe des
Periodensystems:
Atomradius, Ionenradius, Elektronegativität?
3. Beschreiben Sie auch kurz folgende biochemisch wichtigen Bindungen und
vergleichen Sie die Größenordnung der Bindungsenergie:
a) kovalente Bindung, b) ionale Bindung, c) polare Atombindung, d) koordinative
Bindung, e) Wasserstoffbrückenbindung, f) van-der-Waals-Bindung, g)
hydrophobe Wechselwirkung.
4. Wie groß ist die Masse (in g) von 1 mol H2SO4, HCl, CaCl2?
Wieviel g H2SO4 müssen in einem Liter wäßriger
Schwefelsäurelösung gelöst sein, wenn
die H+-Ionenkonzentration 10-3 mol/l betragen soll?
5. Erklären Sie das Prinzip der Titration anhand der Säure-Base-Titration.
6. a) Erläutern Sie mit eigenen Worten die Bedeutung des Massenwirkungsgesetzes (MWG) anhand der für die Reaktion
A + B
X + Y im Gleichgewicht geltenden Beziehung:
c(X) · c(Y)
K = ___________
c(A) · c(B)
c(X) · c(Y)
___________ > K
c(A) · c(B)
d) Die Reaktion AB3
A3+ + 3 B-
möge im Gleichgewicht sein, so daß gilt:
c(A3+) · c3(B-)
K = _______________
c(AB3)
Aufgabe 1-1 Bildung von Ionengittern
Begriffe/Sachverhalte:
Ionenbindung, Ionengitter, Gitterenergie, Hydratation, schwerlösliche
Salze
Teil a Nachweis von Chloridionen
5 ml NaCl-Lösung (10%)
werden mit 3 Tropfen Salpetersäure (HNO3, 5%) angesäuert und mit
einigen Tropfen AgNO3-Lösung (Silbernitratlösung, 4%) versetzt. Es
entsteht ein weißer flockiger Niederschlag eines
Ag-Salzes.
Ionengleichung:
Erklärung:
Teil b Nachweis von Sulfationen
Vorsicht! Bariumionen sind giftig.
5 ml einer Na2SO4-Lösung (Natriumsulfatlösung, 30%) werden mit 3
Tropfen HCl (c = 1 mol/l) angesäuert und mit einigen Tropfen
BaCl2-Lösung (Bariumchloridlösung, 0,9%) versetzt. Es fällt
weißes Bariumsulfat aus.
Ionengleichung:
Teil c Qualitative Analyse
Stellen Sie fest, ob in einer vom Assistenten
ausgegebenen Substanzprobe (Feststoff oder Lösung) Cl--Ionen
oder SO42--Ionen enthalten sind.
Die Substanzprobe enthielt:
Prüfen Sie Leitungswasser und dest. Wasser auf den Gehalt
an Cl--Ionen und SO42--Ionen.
Im Leitungswasser ließ sich nachweisen:
Im dest. Wasser ließ sich nachweisen:
Aufgabe 1-2 Emissionsspektren / Flammenfärbung
Begriffe/Sachverhalte: Energienieveaus der
Elektronen, Orbitale, Energieaufnahme/Energieabgabe, Zusammenhang zwischen
Energieabgabe und Linienspektren, Spektralanalyse
Teil a Spektroskopie von Alkalien und Erdalkalien/Flammenfärbung
Lösungen von
1.) LiCl (10%)
2.) NaCl (10%)
3.) KCl (30%)
4.) CaCl2 (40%)
5.) BaCl2
(0,9%)
werden spektroskopisch untersucht.
Dazu wird jeweils ein
Tropfen der betreffenden Lösung in die (schwach bläuliche)
heißeste Zone der Flamme eines Bunsenbrenners gebracht (Luftzufuhr
öffnen!). Je nach Art des Kations ist eine farbige Leuchterscheinung
("Flammenfärbung") zu beobachten.
Zur Versuchsdurchführung wird
ein Stäbchen aus gepreßtem Magnesiumoxid (MgO) an einem Ende mit der
Probenlösung befeuchtet und dieses Ende in die Flamme gehalten. MgO ist
gut geeignet, weil es keine Flammenfärbung verursacht und unter den
angewendeten Bedingungen nicht schmilzt.
Erklärung der Farbunterschiede:
Betrachtet man die gefärbte Flamme durch
ein Spektroskop, so sieht man ein charakteristisches Linienspektrum.
Nach Abschluß der Beobachtung wird der Magnesiastab wieder in die
zugehörige Lösung gesteckt; die Stäbchen dürfen auf keinen
Fall verwechselt werden!
Teil b Qualitative Analyse
Die charakteristischen Linienspektren der Alkali- bzw.
Erdalkalimetalle gestatten es, diese Elemente schnell und sicher in ihren
Verbindungen nachzuweisen.
Ermitteln Sie, welche der unten genannten
Ionensorten (Alkalien bzw. Erdalkalien) in einer vom Assistenten ausgegebenen
Probe enthalten sind:
Li+ Na+ K+
Ca2+ Ba2+
Aufgabe 1-3 Visuelle Kolorimetrie
Begriffe/Sachverhalte:
Lichtabsorption, Lichtdurchlässigkeit, Extinktion,
Lambert-Beersches-Gesetz, Bestimmung der Konzentration einer
Farbstofflösung
In 2 Reagenzgläser A und B werden je 1 ml (Meßpipette) einer
Farbstofflösung unbekannter Konzentration, in ein Reagenzglas C ca. 5 ml
der Vergleichslösung mit bekannter Farbstoffkonzentration (c = 0,05
mg/ml) pipettiert.
Teil a
Versetzen Sie die Lösung in
Reagenzglas A aus einer Bürette mit soviel dest. Wasser, bis die
Farbintensität der Lösung mit der der Vergleichsprobe in Reagenzglas
C übereinstimmt.
Wie groß ist die Konzentration der
unbekannten Lösung in mg/ml?
Teil b
Vergleichen Sie
die Lichtdurchlässigkeit der Lösungen in A und B, indem Sie von
oben in die Reagenzgläser blicken.
Beobachtung:
Erklärung:
Bewahren Sie die Reagenzgläser A und B zum Vergleich für Aufgabe 1-5
auf!
Aufgabe 1-4 Photometrie
Begriffe/Sachverhalte: Absorption
von Strahlung, Extinktion, Lambert-Beersches-Gesetz
Teil a Eichkurve
An vier Lösungen eines Stoffes A sind mit
einem Photometer die folgenden Extinktionswerte gemessen worden:
c(A) E _______________________ 10 mmol/l 0,28 20 mmol/l 0,52 30 mmol/l 0,72 40 mmol/l 1,10
Aufgabe 1-5 Massenwirkungsgesetz / Dissoziationsgleichgewicht
Begriffe/Sachverhalte: Chemisches
Gleichgewicht, Gleichgewichtskonstante, Gleichgewichtskonzentrationen,
Beeinflussung eines Dissoziationsgleichgewichtes durch
Konzentrationsänderungen
KSCN (Kaliumrhodanid, Kaliumthiocyanat) und NH4SCN (Ammoniumrhodanid,
Ammoniumthiocyanat) sind in wässriger Lösung vollständig
dissoziiert, Fe(SCN)3 (Eisen(III)-thiocyanat) dagegen nur zum Teil. Für
das Dissoziationsgleichgewicht
Fe(SCN)3
Fe3+ + 3 SCN-
(rot) (gelblich bzw. farblos)
gilt das Massenwirkungsgesetz.
Geben Sie in ein Reagenzglas ca. 5 ml
Wasser und fügen Sie dann ca. 3 Tropfen Fe2(SO4)3-Lösung
(Eisen(III)-sulfatlösung, 10%) und danach ca. 3 Tropfen NH4SCN-Lösung
(10%) hinzu.
Beobachtung:
Ionengleichung:
Verdünnen Sie mit Wasser, bis die Rotfärbung gerade nicht mehr erkennbar ist
(schauen Sie auch von oben ins Reagenzglas und vergleichen Sie das
Beobachtungsergebnis mit dem der Aufgabe 1-3b).
Erklärung:
Die entfärbte Lösung
wird auf 2 Reagenzgläser verteilt und mit je einem Tropfen Fe2(SO4)3 (10%)
- bzw. NH4SCN-Lösung (10%) versetzt.
Beobachtung:
Erklärung:
Aufgabe 1-6 Stöchiometrie, Säure-Base-Titration
Begriffe/Sachverhalte: Mol,
Konzentrationsmaße, Ionengleichungen, Stöchiometrisches
Rechnen, Gebrauch von Pipetten, Büretten, Erlenmeyerkolben
Teil a
Stellen Sie die Gleichungen auf für die Umsetzung von
Natronlauge mit Salzsäure und mit Schwefelsäure.
Wieviel g Säure werden jeweils gebraucht für die Neutralisation von 40 g
NaOH?
Teil b
In einen Titrierkolben werden
jeweils 20 ml der unten aufgeführten Lösungen einpipettiert
(vorgelegt) und mit 3 Tropfen Methylrotlösung (Indikator) versetzt. Lassen
Sie nun jeweils in dünnem Strahl NaOH (c = 0,1 mol/l) in die
vorgelegte Säure einfließen. Hierbei bedient die eine Hand den
Bürettenhahn, während die andere den Titrierkolben im Kreise
schwenkt. Gegen Ende der Reaktion ist die Natronlauge nur noch tropfenweise
zuzugeben. Der Punkt, an dem die Indikatorfarbe umschlägt (von rot nach
gelb), heißt Umschlagspunkt; er ist auch der Endpunkt der Titration. Er
zeigt an, daß die vorgelegte Säure vollständig neutralisiert
ist. Der Verbrauch an Natronlauge wird an der Bürette abgelesen und mit
dem theoretischen Wert verglichen.
| vorgelegte Säure | Titrationslösung NaOH (c = 0,1 mol/l) | Titrationsfehler | ||
| theoret. Verbr. V (in ml) |
tatsächl. Verbr. V' (in ml) |
in ml |V-V'| |
in % |V-V'| · 100 __________ V |
|
| 20 ml HCl (c = 0,1 mol/l) | ||||
| 20 ml H2SO4 (c = 0,1 mol/l) | ||||
Aufgabe 1-7 Titration einer Salzsäure unbekannter Konzentration
(quantitative Analyse)
Begriffe/Sachverhalte: Titration,
Neutralisationspunkt, Äquivalenzpunkt
Es ist zu bestimmen, wieviel mg HCl sich in einer vom Assistenten
ausgegebenen Salzsäure (Meßkolben) befinden.
Hierzu wird
zunächst der Meßkolben bis zur 100 ml-Marke aufgefüllt. Durch
Schütteln des verschlossenen Meßkolbens wird eine gute Durchmischung
der Lösung erreicht. Mit einer Vollpipette werden 20 ml entnommen, in
einen Titrierkolben gegeben, auf ca. 50 ml verdünnt (dest. Wasser!) und
mit 2 - 3 Tropfen Methylrotlösung versetzt. Dann wird mit NaOH (c
= 0,1 mol/l) bis zum Farbumschlag des Indikators (rot nach gelb) titriert. Diese
Titration wird zweimal durchgeführt.
Verbrauch an NaOH (in ml)
1.)
2.)
Mittelwert:
Wieviel mmol Cl- sind in 20 ml Lösung enthalten?
Wieviel mg Cl- sind in 20 ml Lösung enthalten?
Wieviel mg Cl- enthielt die gesamte Lösung (100
ml)?
Berechnung:
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