Gegenstandskatalog (GK) Chemie für Mediziner (Entwurf)
für den schriftlichen Teil der ärztlichen Vorprüfung
(Stand: September 2000, geplantes Inkrafttreten: SS 2002;
im Sinne einer angemessenen Übergangszeit wird beim schriftlichen Teil
der Ärztlichen Vorprüfung bis einschließlich Frühjahr 2002
der Gegenstandskatalog noch in der Fassung der 3. Auflage (1988)
berücksichtigt).
IMPP (Institut für Medizinische und
Pharmazeutische Prüfungsfragen)
Grundlagen der Chemie
Begriffe, Definitionen und
Zusammenhänge, die für das Verständnis des Aufbaus und der
Eigenschaften biochemisch und medizinisch wichtiger Verbindungen sowie
für die Beschreibung von Stoffumwandlungen im Stoffwechsel
notwendig sind.
1
1.1 Makroskopische Erscheinungsformen der Materie
Aggregatzustände, Phasenumwandlungen
2 Aufbau und Eigenschaften der Materie
2.1 Atome, Isotope, Periodensystem
- 2.1.1 Begriffe
- Elementarteilchen, Ordnungszahl, Kernladungszahl, Massenzahl,
Elektronenhülle
- 2.1.2 Ordnungszahl, Kernladungszahl, Massenzahl
- Identifizierung von Ordnungszahl, Kernladungszahl und Massenzahl
an entsprechend gekennzeichneten Elementsymbolen
- 2.1.3 Isotope
- Beispiele für stabile Isotope und Radioisotope mit medizinischer
Relevanz
- 2.1.4 Elemente, Moleküle
- Element: Zuordnung von Name und Symbol biochemisch und medizinisch
wichtiger Elemente. Molekül: relative Atom- und Molekülmasse,
Avogadro-Konstante, Stoffmenge Mol
- 2.1.5 Periodensystem
- Ordnungsprinzipien des Periodensystems (Perioden 1 bis 7, Gruppen
1 bis 18), Einordnung biochemisch und medizinisch wichtiger Haupt- und
Nebengruppenelemente
- 2.1.6 biochemisch wichtige Elemente
- Zuordnung von Elementen zu wichtigen Enzymen, Coenzymen und anderen
biochemischen Verbindungen
2.2 Chemische Bindung
- 2.2.1 Ionenbindung, Atombindung
- Ion, Ionen-Bindung; kovalente Bindung, koordinative Bindung;
bindende und freie Elektronenpaare; Elektronegativität
- 2.2.2 Polarität von Molekülen
- Dipolmoment von Molekülen, Assoziation durch H-Brücken und
hydrophobe Wechselwirkungen; Beeinflussung physikalischer Eigenschaften
durch H-Brücken sowie Hydratation von Ionen und Molekülen
- 2.2.3 Beispiele
- Bindungsverhältnisse und Molekülformen bei den
Grundelementen anhand einfacher Beispiele (C: Methan; H: H2;
O: Wasser, O2, O3, H2O2;
N: Ammoniak, N2, Lachgas, NO, Cyanid); biochemisch
relevante Sauerstoffradikale
- 2.2.4 Biochemisch wichtige Bindungen
- Erkennen biochemisch wichtiger Bindungen anhand einfacher Beispiele
(keine Molekülorbital(MO)-Theorie), Unterschiede in den
Bindungsenergien, Bindigkeit von H, C, O, N, S, Cl, P
- 2.2.5 Metallkomplexe
- Aufbau von Metallkomplexen, Gesamtladung, Koordinationszahl von
biochemisch wichtigen Metallionen in Metallkomplexen (Mg, Fe, Co, Zn, Cu),
Chelatkomplexe, Erkennen von Chelatkomplexen bei Vorgabe biochemisch und
medizinisch wichtiger Metallkomplexe
2.3 Acyclische Kohlenstoffverbindungen, einfache funktionelle
Gruppen
- 2.3.1 Kohlenwasserstoffe
- Unterscheidung gesättigte und ungesättigte Kohlenwasserstoffe,
Alkylreste
- 2.3.2 Formeln
- Definitionen: Summen- und Strukturformel
- 2.3.3 Bindungen
- und
-Bindungen,
konjugierte Doppelbindungen
- 2.3.4 Isomerien
- Definition der Konstitution und der Konstitutionsisomerie
(mit Beispielen)
- 2.3.5 funktionelle Gruppen
- Struktur und Erkennen der funktionellen Gruppe bei Halogenalkanen,
Alkoholen, Ethern, Thiolen, Thioethern (Sulfanen), Aminen, Aldehyden,
Ketonen, Carbonsäuren und Carbonsäurederivaten;
Carboxylatanion, Mesomerie
- 2.3.6 Homologe Reihen
- Definition
- 2.3.7 Nomenklatur
- Nomenklatur bis maximal C4, bei den Carbonsäuren auch
C16/C18 (ohne und mit Doppelbindungen)
- 2.3.8 physikalische Eigenschaften
- Wichtige physikalische Eigenschaften im Vergleich (Siedepunkt,
Löslichkeit in Wasser oder Kohlenwasserstoffen)
2.4 Carbo- und Heterocyclen
- 2.4.1 Cycloalkane, Aromaten
- Struktur, Summenformel und Molekülform von Cycloalkanen
(C5, C6) und Aromaten (Benzol, Naphthalin)
- 2.4.2 Heterocyclen
- Aliphatische und aromatische Heterocyclen mit O, N oder S (5- und
6-gliedrig): Erkennen von Pyrrol, Imidazol, Pyridin, Pyrimidin, Purin,
Thiazol, Furan, Tetrahydrofuran, Pyran, Tetrahydropyran in vorgegebenen
Verbindungen
2.5 Stereochemie
- 2.5.1 Konfiguration
- Definition der Konfiguration (mit einfachen Beispielen), Raumformeln
- 2.5.2 Stereoisomerie
- Stereoisomerie: Erkennen von Chiralitätszentren und
cis/trans-Isomerie in vorgegebenen Verbindungen; Prinzipien der R/S-Nomenklatur
an einfachen Beispielen; Bestimmung der Anzahl möglicher Stereoisomere
- 2.5.3 Enantiomere, Diastereomere
- Definition; Beispiele; physikalische (optische Aktivität),
chemische und pharmakologische Effekte der Enantio- und Diastereomerie
- 2.5.4 Fischer-Projektion, D/L-Nomenklatur
- bei
-Hydroxysäuren,
-Aminosäuren
und Kohlenhydraten
- 2.5.5 Konformation
- Definition; Beispiele: lineare Kohlenwasserstoffe und Cyclohexan/Steroide
3 Stoffumwandlungen
3.1 Homogene Gleichgewichtsreaktionen
- 3.1.1 chemisches Gleichgewicht
- Formulierung von Gleichgewichtsreaktionen: Massenwirkungsgesetz,
Gleichgewichtskonstante K, Beeinflussung der Gleichgewichtslage
- 3.1.2 Kinetik, Thermodynamik
- kinetische und thermodynamische Aspekte von Gleichgewichtsreaktionen
- 3.1.3 gekoppelte Reaktionen
- Gekoppelte Reaktionen, Gesamtreaktionsgleichung, Gesamtgleichgewichtslage
3.2 Heterogene Gleichgewichtsreaktionen
- 3.2.1 Begriffe
- Definition der Begriffe gesättigte Lösung, Suspension,
Emulsion, Aerosol
- 3.2.2 Verteilung
- Verteilung zwischen verschiedenen Phasen: Henry-Daltonsches Gesetz,
Nernstscher Verteilungssatz
- 3.2.3 Oberflächenprozesse
- Vorgänge an Oberflächen und Membranen: Adsorption, Osmose,
Dialyse; Abhängigkeit der Gleichgewichtslage von Temperatur, Art und
Konzentration der Stoffe; Donnan-Gleichgewicht
3.3 Säure/Base-Reaktionen
- 3.3.1 Definition
- von Brönsted-Säuren/Basen
- 3.3.2 Dissoziationsabhängige Größen
- pH-, pKs- und pKb-Werte, starke und schwache
Säuren und Basen, Messung von pH-Werten, Titrationskurven
- 3.3.3 Beispiele, Anwendung
- Dissoziation von Schwefelsäure, Chlorwasserstoff,
"Kohlensäure", Phosphorsäure, Zitronensäure,
Natriumhydroxid und Ammoniak in Wasser; Reaktionsgleichungen, konjugierte
Säure/Base-Paare, Ampholyte
- 3.3.4 Neutralisation, Puffer
- Neutralisation, pH-Werte von Salzlösungen, Pufferlösungen,
pH-Optimum, Puffergleichung des Phosphatpuffers (pH = 7,2) und des
Hydrogencarbonat/CO2-Puffers, Pufferkapazität
3.4 Redox-Reaktionen
- 3.4.1 Definitionen
- Definition der Redox-Reaktion; Elektronenabgabe/Elektronenaufnahme;
Oxidationsmittel/Reduktionsmittel; oxidiertes/reduziertes Produkt;
Dehydrierung/Hydrierung
- 3.4.2 einfache Reaktionsgleichungen
- Erkennen von Redox-Reaktionen und Ergänzung einfacher Gleichungen;
Aufstellen von Gleichungen unter Verwendung einfacher Oxidations- und
Reduktionsmittel
- 3.4.3 elektrochemische Zellen
- Beschreibung einfacher elektrochemischer Zellen, Elektrodenpotential,
Normalwasserstoffelektrode, Spannungsreihe, Nernstsche Gleichung
- 3.4.4 Redox-Reaktionen
- Knallgas-Reaktion, pH-Abhängigkeit des Redox-Potentials,
Energiebilanz, Atmungskette (s. 12.8 [Biochemie!])
- 3.4.5 biochemische Redoxreaktionen
- Biologisch relevante Redoxreaktionen von Kohlenstoffverbindungen:
Alkohole/Aldehyde/Carbonsäuren, Alkohole/Ketone, Hydrochinon/Chinon,
Alkan/Alken, Thiole/Disulfide
3.5 Bildung und Eigenschaften der Salze
- 3.5.1 Bildung
- Bildung aus den Elementen (einfache Beispiele) und durch Neutralisation
- 3.5.2 Eigenschaften
- Löslichkeit in Wasser, Dissoziation, Hydratation,
Lösungswärme, Seifen
- 3.5.3 schwerlösliche Salze
- Fällungs-Reaktionen
- 3.5.4 Elektrochemische Anwendung
- Elektrolyse
- 3.5.5 biochemisch wichtige Salze
- Beispiele; die zehn am häufigsten vorkommenden Kationen und
Anionen, Spurenelemente
3.6 Ligandenaustausch-Reaktionen
- 3.6.1 Ligandenaustausch-Reaktionen, Eigenschaften
- Erkennen von Ligandenaustausch-Reaktionen, Anwendung des
Massenwirkungsgesetzes, Stabilität von Metallkomplexen,
Komplexkonstanten, Chelat-Effekt; Veränderung der Eigenschaften von
Metallionen durch Komplexierung; Ionenkanäle
- 3.6.2 Beispiele
- Biochemische und medizinische Bedeutung an ausgewählten Beispielen
3.7 Additions/Eliminierungs-Reaktionen
- 3.7.1 Additionen, Eliminationen
- Hydrierung/Dehydrierung und Hydratisierung/Dehydratisierung an
einfachen Beispielen; Erkennen bei vorgegebenen biochemischen Reaktionen
- 3.7.2 Reaktionen der Carbonylgruppe
- von Aldehyden und Ketonen mit Wasser, Alkoholen und primären Aminen
- 3.7.3 Tautomerie, Kondensationen
- Keto-Enol-Tautomerie; Aldol-Kondensation, Ester-Kondensation;
Bezug zur Mevalonsäure- bzw. Fettsäure-Biosynthese
3.8 Substitutionsreaktionen
- 3.8.1 Reaktionsablauf, reaktive Teilchen
- Lösen und Knüpfen kovalenter Bindungen: Radikal, Nucleophil,
Elektrophil
- 3.8.2 Reaktionen am gesättigten Kohlenstoffatom
- Nucleophile Substitution zur Erzeugung der unter 2.3.5 genannten
funktionellen Gruppen; Bezug zur Funktion von S-Adenosyl-Methionin (SAM)
als Methylierungsmittel
- 3.8.3 Reaktionen am ungesättigten Kohlenstoffatom
- Bildung/Hydrolyse von Carbonsäureestern und Carbonsäureamiden
- 3.8.4 Carbonsäureamide
- Säure-Base-Verhalten der Amide, partieller Doppelbindungscharakter;
Thermodynamik vs. Kinetik der Amidhydrolyse in Wasser
- 3.8.5 Aromaten
- Reaktionen an Aromaten (einfache Beispiele für Bromierung,
Acylierung, Alkylierung, Sulfonierung)
3.9 Sonstige Reaktionen
- 3.9.1 Nukleinsäuren
- Keto-Enol-Tautomerie: tautomere Formen der Nukleinbasen
- 3.9.2 Carbonsäuren
- Decarboxylierung
- 3.9.3 "anorganische" Säuren
- Veresterung und Amidbildung bei Schwefelsäure, "Kohlensäure"
und Phosphorsäure (biochemische Beispiele)
Chemie biologisch und medizinisch relevanter Naturstoffe
4 Kohlenhydrate
4.1 Monosaccharide
- 4.1.1 Klassifizierung
- Triosen, Tetrosen, Pentosen, Hexosen, Aldosen, 2-Desoxyaldosen,
Ketosen, Pyranosen, Furanosen, Aminozucker
- 4.1.2 Beispiele
- Glycerinaldehyd, Ribose, Desoxyribose, Glucose, Fructose, Mannose,
Galaktose, Glucosamin, Galaktosamin, N-Acetyl-Neuraminsäure
- 4.1.3 Schreibweisen
- Erkennen von vorgegebenen Verbindungen (s. Chemie 2.5) in der
Fischer-Projektion, Haworth-Formel und Sesselform-Schreibweise
- 4.1.4 Stereochemie
- D- und L-Reihe,
- und
-Anomere,
4C1-Konformation bei Pyranosen der D-Reihe
- 4.1.5 Reaktionen
- Prinzip der Umsetzung mit: alkoholischen OH-Gruppen (Halbacetale und
Acetale), Aminen, Oxidationsmitteln (-onsäuren, -uronsäuren),
Reduktionsmitteln (Zuckeralkohole)
4.2 Disaccharide
- 4.2.1 Klassifizierung, Aufbau
- 1,4-, 1,6-Verknüpfung,
- und
-glycosidische
Bindung (Haworth- oder Sesselform-Schreibweise), Erkennen der enthaltenen
Monosaccharide
- 4.2.2 Beispiele
- Saccharose, Lactose, Maltose, Isomaltose
- 4.2.3 Reaktionen
- Bildung durch Kondensation, säure- oder enzymkatalysierte Hydrolyse
zu Monosacchariden
4.3 Oligo- und Polysaccharide
- 4.3.1 Klassifizierung, Aufbau
- Homo-, Heteroglykane; Erkennen der enthaltenen Monosaccharide,
- und
-glycosidische
Bindung, Kennzeichnung von Haupt- und Nebenketten, linearer oder helikaler
Aufbau der Hauptkette
- 4.3.2 Struktur
- Strukturprinzip von Glykogen, Stärke, Zellulose,
Glykosaminoglykanen
5 Aminosäuren, Peptide, Proteine
5.1 Aminosäuren
- 5.1.1 Klassifizierung
- L-Reihe (Fischer-Projektion, Stereoformel),
-Aminogruppe,
proteinogen - nicht proteinogen, essentiell - nicht essentiell,
hydrophobe - hydrophile Reste
- 5.1.2 Eigenschaften
- Struktur in Abhängigkeit vom pH-Wert (Ampholyte), isoelektrischer
Punkt; saure, neutrale, basische Aminosäuren, Wanderungsrichtung im
elektrischen Feld bei vorgegebenem pH-Wert, Verhalten an Ionenaustauschern;
Puffereigenschaften, Redoxverhalten (Cystein - Cystin)
- 5.1.3 Beispiele
- die proteinogenen Aminosäuren; Ornithin, Citrullin,
-Alanin,
Homocystein
- 5.1.4 Reaktionen
- Aminogruppe: Bildung von Schiffschen Basen, Amiden;
Carboxylgruppe: Bildung von Estern und Anhydriden, Amiden, Decarboxylierung;
Disulfidbrücken; N- und O-Glykoside
5.2 Peptide
- 5.2.1 Klassifizierung, Aufbau
- Di-, Tri-, Oligo- und Polypeptide; Erkennen der C- und N-terminalen
Aminosäure, Sequenz, Erkennen der enthaltenen Aminosäuren bei
vorgegebener Strukturformel
- 5.2.2 Peptidbindung
- Erkennen in vorgegebenen Verbindungen, Ladungsverteilung, partieller
Doppelbindungscharakter, herabgesetzte Basizität des N-Atoms
- 5.2.3 Reaktionen
- Synthese durch Kondensation (Aktivierung der Carboxylgruppe),
Hydrolyse unter dem Einfluß starker Säuren oder Basen
5.3 Proteine
- 5.3.1 Klassifizierung, Aufbau
- Einfache Proteine, zusammengesetzte Proteine (Glykoproteine,
Metalloproteine, Proteine mit prosthetischen Gruppen, Lipoproteine),
globuläre und fibrilläre Proteine, Primärstruktur (Sequenz),
Sekundärstruktur
(
-Helix,
Faltblattstruktur), Tertiär- und Quartärstruktur
(Definition, Bindungsarten zur Stabilisierung der Proteinstruktur),
native und denaturierte Proteine
- 5.3.2 Eigenschaften
- Ampholyte, Puffer, hydrophile/hydrophobe Proteine, Beeinflussung der
Löslichkeit (Temperatur, Salze, organische Lösungsmittel,
pH-Wert), Denaturierung, Wanderung im elektrischen Feld;
analytische und präparative Trennung nach Ladung, Molmasse, Affinität
- 5.3.3 Strukturaufklärung
- Hydrolyse, Bestimmung des N-Terminus, Prinzip der Sequenzierung
6 Fettsäuren, Lipide
6.1 Fettsäuren
- 6.1.1 Klassifizierung
- geradzahlig - ungeradzahlig, gesättigt - ungesättigt,
Nomenklaturprinzipien, essentiell - nicht essentiell
- 6.1.2 Beispiele
- Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure,
Linolensäure, Arachidonsäure
- 6.1.3 Eigenschaften
- Löslichkeit, Anionen als oberflächenaktive Stoffe, Seifen,
Bildung von Phasengrenzflächen und Mizellen in Wasser
- 6.1.4 Reaktionen
- Bildung von Estern und Amiden, Reaktivität der ungesättigten
Fettsäuren an der Doppelbindung
6.2 Acylglycerine
- 6.2.1 Klassifizierung, Struktur
- Triacylglycerine, Phosphoglycerine
- 6.2.2 Eigenschaften
- Löslichkeit, Bildung von Phasengrenzflächen und Mizellen in
Wasser, Bildung von Doppelschichten und Liposomen
6.3 Sphingolipide
- 6.3.1 Klassifizierung, Struktur
- Sphingosin als der zugrunde liegende Alkohol, Strukturelemente von
Sphingolipiden (neu)
- 6.3.2 Eigenschaften
- Beteiligung von Sphingolipiden am Aufbau von Lipiddoppelschichten,
Vorstufen für Signalmoleküle (neu)
6.4 Steroide
- 6.4.1 Klassifizierung, Struktur
- Isopren als Grundstruktur der Isoprenlipide, strukturelle Merkmale von
Cholesterin, Gallensäuren und Steroidhormonen
7 Nucleotide, Nukleinsäuren, Chromatin
7.1 Nucleotide
- 7.1.1 Struktur
- Basen: Purin- und Pyrimidinbasen; Pentosen; Nucleoside sowie deren
Mono-, Di- und Triphosphate; zyklische Nucleotide; N-glykosidische Bindungen,
Phosphorsäureester- und -anhydridbindung
- 7.1.2 Reaktionen
- Spaltung der glykosidischen Bindungen sowie der Phosphorsäureester-
und -anhydridbindungen durch Hydrolyse
7.2 Nukleinsäuren
- 7.2.1 Klassifizierung
- DNA, RNA (mRNA, tRNA, rRNA, snRNA, hnRNA)
- 7.2.2 Struktur
- Prinzip des Aufbaus eines DNA- bzw. RNA-Einzelstrangs, der DNA-Doppelhelix,
5'- und 3'-Ende, Phosphodiesterbindung; Gesetzmäßigkeiten der
Basenpaarung, Wasserstoffbrücken, große und kleine Furche der DNA,
DNA-Topologie
- 7.2.2 Reaktionen
- Abbau durch enzymatische Hydrolyse, Hybridisierung, Denaturierung,
Änderung der Viskosität, UV-Absorption
7.3 Chromatin
- 7.3.1 Struktur
- Aufbau aus DNA, Histonen und Nicht-Histon-Proteinen, Struktur der
Nukleosomen
8 Vitamine, Vitaminderivate, Coenzyme
8.1 Allgemeines
- 8.1.1 Definition und Klassifikation
- Vitaminbegriff, Zuordnung von Namen und Buchstabenkurzform,
Einteilung in wasser- und lipidlöslich
- 8.1.2 Herkunft, Stabilität
- Vorkommen der in 8.1.3 genannten Vitamine in wichtigen
Nahrungsmitteln, Stabilität bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln
(Erhitzen, Licht- und Sauerstoffeinwirkung; s.a. 22.2.5 [Biochemie!])
- 8.1.3 Beispiele
- Erkennen bei vorgegebener Struktur, bei zusammengesetzten Molekülen;
Erkennen der Bausteine: Cholecalciferol (D3) und sein
1,25-Dihydroxyderivat (Calcitriol), Phyllochinone, Tocopherole,
Retinsäure, Retinal, Retinol, Thiamin und Thiamindiphosphat,
Riboflavin, FMN, FAD, Nicotinsäureamid, NAD(P)+,
NAD(P)H, Pyridoxin und Pyridoxalphosphat, Biotin, Cobalamin,
Folsäure, Ascorbinsäure
8.2 Biochemischer Mechanismus
-
- Zusammenhang zwischen Vitamin und Coenzym, Kennzeichnung der
funktionellen Gruppe, Beteiligung an Enzymreaktionen, Signaltransduktion,
Antioxidation
8.3 Pathobiochemie
-
- Avitaminosen, Hypo- und Hypervitaminosen
(Rachitis, Skorbut, Perniziosa)
9 Grundlagen der Thermodynamik und Kinetik
Begriffe, Definitionen und Zusammenhänge, die für das
Verständnis der Energetik und der Kinetik biochemisch und
medizinisch wichtiger Reaktionen, z.B. für die Beschreibung von
Stoffumwandlungen im Stoffwechsel, notwendig sind.
9.1 Grundbegriffe der Energetik und Kinetik
- 9.1.1 endergon/exergon, endotherm/exotherm
- Definition der Begriffe
- 9.1.2 Gibbs' freie Energie (= freie Reaktionsenthalpie)
G:
maximal geleistete Arbeit bei reversibel isotherm und isobar geführten
Prozessen in geschlossenen Systemen
- 9.1.3 Reaktionsenthalpie
H:
Reaktionswärme einer isotherm und isobar geführten Reaktion
- 9.1.4 Reaktionsentropie
S:
Maß für die Änderung des Ordnungszustandes eines Systems
im Verlauf einer Reaktion
- 9.1.5 Gibbs-Helmholtz-Gleichung
- Kenntnis, daß in geschlossenen Systemen (isotherm, isobar)
G =
H -
T
S gilt;
Bedeutung der Gleichung
- 9.1.6 Änderung von Gibbs' freier Energie bei
Konzentrationsänderungen
- (
G0
und
G0')
- 9.1.7 Gibbs' freie Energie und EMK ("elektromotorische Kraft")
- Bedeutung der Gleichung
G =
-z·F·
E;
Berechnungen an biochemisch wichtigen Beispielen
- 9.1.8 Reaktionsgeschwindigkeit
- zeitliche Änderung der Konzentration (dc/dt) als
Maß für die Reaktionsgeschwindigkeit für eine gegebene
Reaktion, Bedeutung des Vorzeichens
- 9.1.9 Reaktionsordnung
- Definition des Begriffs Reaktionsordnung, Benennung von Kriterien,
an denen die Reaktionsordnung (0., 1., 2. sowie pseudonullte und
-erste Ordnung) erkannt wird
- 9.1.10 geschwindigkeitsbestimmender Teilschritt
- Erkennen des geschwindigkeitsbestimmenden Teilschritts in einer aus
mehreren Teilreaktionen bestehenden Reaktionskette (bei Angabe entsprechender
Größen)
- 9.1.11 Energieprofil
- Erkennen von "Übergangszustand" (aktivierter Komplex),
"Zwischenstufe", "Aktivierungsenergie"
(
G*)
und "Reaktionsenergie"
(
G)
anhand einer Skizze des Energieprofils einer Reaktion, Angabe der
Ordinatenbezeichnung
- 9.1.12 Parallelreaktionen
- Erkennen der bevorzugt ablaufenden Reaktion in einem System mit
mehreren Reaktionswegen mit unterschiedlicher Aktivierungsenergie
- 9.1.13 Katalyse
- Wirkungsweise eines Katalysators: Einfluß des Katalysators
auf Reaktionsgeschwindigkeit, Aktivierungsenergie, Gleichgewichtslage
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