Evaluation des Chemiepraktikums für Mediziner: Kritik
Wintersemester 2002/03
IV. Spezielle Fragen, Kritik und Änderungswünsche
- Ist Ihre Fähigkeit, Experimente erfolgreich durchzuführen, gefördert worden?
- "ja", "auf alle Fälle" (59 x)
- "teilweise ja", "zum Teil", "im Prinzip ja" (8 x)
- "etwas" (5 x)
- "Na ja, vielleicht ein bisschen"
- "wenig, da bereits Vorerfahrungen", "wenig" (2 x)
- "weder verbessert noch verschlechtert"
- "nein" (2 x)
- "nein, meistens wurde minimaler Aufwand in Vierergruppen betrieben,
der Rest von anderen Vierergruppen abgeschrieben, die ebenfalls
minimalen Aufwand betrieben"
- "Meine Fähigkeit, Experimente überhaupt durchzuführen,
wurde gefördert."
- "Ja, im großen und ganzen. Die Fähigkeit, verschiedene
Experimentiertechniken zu erlernen, wurde gut gefördert
(z.B. Titration, pH-Meter)."
- "gefördert nicht! konnte ich entweder schon aus dem
Chemie-Unterricht der Schule oder ich hab's in der Anleitung gelesen"
- "Lesen konnte ich schon früher und daher fiel es mir nicht schwer,
den Anweisungen zu folgen. Ich würde aber dennoch nicht sagen, daß
sie immer erfolgreich waren, nur teilweise etwas besser. Oft erfährt man
ja auch erst nach dem Praktikum, was man hätte sehen sollen."
- "Es war auf jeden Fall spannend, da die Versuche klappen, oder nicht."
- "nicht viel, denn manches hat nicht funktioniert und manche Stoffe
oder Materialien waren nicht in ausreichendem Maße vorhanden"
- "kaum ... Die benötigten Materialien fehlten entweder oder
waren verschmutzt. Auch die benötigten Substanzen für die
Reaktionen waren entweder nicht vorhanden bzw. so verunreinigt, daß
sie nicht mehr zu gebrauchen waren. Aus diesen Gründen kamen oft
nicht die gewünschten Ergebnisse bei den Experimenten heraus."
- "eher nicht, da die Experimente vom Assistenten selbst teilweise
nicht vorbereitet wurden und daher teilweise falsche Vorgehensweisen
vorgegeben wurden"
- "nein, da in dieser Richtung wenig Arbeitsanweisungen stattgefunden
haben"
- "Vielleicht etwas, aber an sich war das Praktikum ohne Lernerfolg.
Es wurde sehr schlecht (wenn überhaupt) erklärt ..."
- "kann ich nicht genau sagen, da bei mir grundsätzlich fast alle
Experimente schief laufen, aber ich habe dazu gelernt"
- "bei Problemen bei der Durchführung der Experimente bekam man auch
sachgerechte Hilfestellungen"
- "... gute Anleitungen zu den Experimenten"
- Welche Änderungen an den Experimenten schlagen Sie vor?
- "keine" (9 x)
- "Auswahl ist gut! keine"
- "eigentlich keine"
- "sie waren gut"
- "war soweit in Ordnung" (2 x)
- "da fallen mir keine ein"
- "weniger, bessere Auswahl"
- "nicht so viele Experimente"
- "abwechslungsreicher"
- "eventuell das Zusammenfassen bestimmter Experimente, da einige
sich doch sehr stark ähnelten ..."
- "die wichtigsten sollten nur durchgeführt werden"
- "Sie sollten nicht so umfangreich sein. Oft stand man so unter
Zeitdruck, dass man nicht mehr wusste, was man gerade zusammengeschüttet
hat ..."
- "einige Experimente überflüssig, z.B. Lösung von
polaren und unpolaren Stoffen ineinander"
- "weniger Experimente, da manchmal kein Lernerfolg"
- "weniger Experimente, da manchmal kein Lernerfolg erzielt wurde
bzw. es manchmal auch nicht beim Verstehen der Vorgänge half"
- "Experimente der organischen Chemie (Teil 6/7) zu ähnlich;
zu viele mit dem Molekülbaukasten. Formeln sind in der Kürze
der Zeit nur unter Zeitdruck aufzuschreiben, weshalb leicht Fehler
passieren. Ein Formelblatt mit allen wichtigen Gleichungen austeilen."
- "Experimente, die von vornherein ohne gute Erfahrung nicht gut
durchzuführen sind, herausnehmen."
- "ausführlichere Anleitung zum Arbeiten mit den einzelnen Geräten"
- "... die Experimente etwas spektakulärer gestalten ...;
die praxisnahen Experimente (z.B. Katalysatoren des Blutes) waren sehr
interessant"
- "mehr aufs Wesentliche reduzieren oder wirklich wichtige Versuche zu
medizinrelevanten Bereichen stärker hervorheben"
- "Sie könnten mehr mit Medizin zu tun haben und weniger mit
allgemeiner Chemie, Interesse wäre dann größer.
Mehr Zeit, denn teilweise stand man sehr unter Druck."
- "Mehr Bezug zum Medizinischen. Anwendung von Theorie in der Praxis."
- "mehr Chemikalien"
- "bessere technische Mittel, z.B. Brillen sind sehr zerkratzt.
Material oft zu alt (morsche Schläuche usw.)"
- "bessere Ausrüstung, reine Chemikalien, so daß man auch
Resultate kriegt"
- "Das Arbeitsmaterial sollte sich in einem besseren Zustand befinden,
da es einem die Motivation nimmt, exakt zu arbeiten."
- "vielleicht wäre es gut, wenn die Substanzen frischer wären"
- "Die chemischen Substanzen ... sollten nicht so veraltet sein ...;
neue Schutzbrillen, da diese (sonst) zu Kopfschmerzen führen und
man dadurch unscharf sieht"
- "auf jeden Fall sollten nicht so veraltete Stoffe verwendet werden,
da es sonst häufig zu Verwirrung und Verfälschung der
Messergebnisse kommt; andere Schutzbrillen wegen Kopfschmerzen"
- "mehr Gruppenarbeit, teilweise mehr Praxisbezug"
- "mehr Theorie vor den Experimenten"
- "Weniger Experimente und lieber mehr Zeit für die Theorie
aufwenden. Vor allem die Experimente weglassen, bei denen das Ergebnis
vorher klar ist. Für Nicht-Chemiker todlangweilig."
- "Wenn die Durchführung so wäre wie vorgesehen, wär's
okay"
- "Aufteilung der Gruppen nach Leistung; weniger Stoff an einem
Praktikumstag; berufsnähere Themen und Experimente"
- Welche Änderungen an der Durchführung des Praktikums schlagen Sie vor?
- "nicht mehr samstags" (6 x)
- "Die wahrscheinlich unumgängliche Durchführung an
Sonnabenden wirkt sehr demotivierend auf die Lernbereitschaft."
- "Mehr Praktikumstermine in der Zeit von Montag-Freitag anbieten"
- "für die Erstsemester wäre ein Freitagstermin fürs
Praktikum wünschenswert"
- "nicht mehr so früh"
- "keine" (9 x)
- "Es müssten kleinere Gruppen sein, da sich die Praktikanten
oft selbst im Wege stehen!"
- "Verkleinerung der Gruppen"
- "kleinere Gruppen, Intensivkursangebot, mehr Vorbereitung im
Seminar auf den kommenden Praktikumstag bzw. Fragenkatalog"
- "bessere Alltagsbezüge und Beispiele, ... nicht nur so trocken Formeln
jonglieren"
- "direktere Bezüge zu alltäglichen Vorkommnissen"
- "mehr Beispiele aus der Praxis"
- "mehr Zeit im Labor verbringen, weniger Vor- und Nachbesprechung"
- "weniger Vorbereitungszeit"
- "weniger verschiedene Versuche, sondern mehr gemeinsame Besprechung ..."
- "zeitlich komprimieren"
- "nicht so lange"
- "Praktikumszeit an den einzelnen Tagen verkürzen und komprimieren"
- "Zeitaufwand für die Vorbereitung zum Praktikum ist zu hoch"
- "Die Vorbereitungszeit war im Verhältnis zu anderen Fächern
zu umfangreich."
- "Der Zeitaufwand ist zu groß und stellt eine zu starke
Belastung dar. Das Seminar war so wenig nützlich, dass man es
auch weglassen könnte."
- "Der Zeitaufwand war zu hoch. Das müsste reduziert werden."
- "zeitlicher Aufwand für Fragenkatalog und Kolloquium
sollte reduziert werden"
- "Mehr Übungsaufgaben (freiwillig zu bearbeiten) verteilen."
- "vielleicht etwas mehr Theorie"
- "theoretischen Unterricht im Seminar"
- "Mehr erklären!"
- "mehr eigenständige Erklärungen der Studenten für die
Kommilitonen, z.B. Gruppenarbeit bei der Bearbeitung der Fragenkataloge"
- "intensivere Grundlagenvermittlung bzw. bessere Verteilung des
Lernstoffes, da unterschiedlicher zeitlicher Aufwand bei verschiedenen
Praktikumstagen"
- "... Die Fragenkataloge sind sehr komplex und z.T. zu schwer ..."
- "ganz schön viele Fakten, die für jemanden, der lange keine
Chemie hatte, schwer nachzuholen und zu verstehen (sind)"
- "Wenn möglich Umverteilung des Stoffes. Organ. Chemie kommt
viel zu kurz. Man hat bei der Einleitung dazu große Probleme,
den Stoff komplett zu erfassen."
- "Teilweise nicht ausreichend Geräte/Materialien. Manche Experimente
sind schwer/gar nicht durchzuführen. Lernerfolg/Motivation wird
dadurch schlechter."
- "längere Pausen notwendig, 20 - 30 min ..."
- "Es ist natürlich immer ein sehr langer Nachmittag gewesen ...
Aber im Großen und Ganzen war ich mit der Durchführung des
Praktikums sehr zufrieden."
- "Es sollte nicht bis in die späten Abendstunden dauern ..."
- "bessere Ordnung der Raumzuteilungen"
- "Die Vorkenntnisse der einzelnen Teilnehmer waren sehr unterschiedlich,
so dass man hier noch einen besseren Mittelweg finden müsste, dass
alle Erfolgserlebnisse haben."
- "Wenn möglich, die Inhalte der Di/Do-Vorlesung mehr auf die
Inhalte des Praktikums abstimmen (vor allem zeitlich)"
- "Das Praktikum sollte vielleicht intensiver an die Vorlesung gekoppelt
sein, da für Studenten ohne chemische Grundkenntnisse das Tempo
zu schnell ist."
- "Schade ist nur, daß die Vorlesung nicht parallel zum Praktikum
läuft. Ich empfinde die Ansprüche des Praktikums auch zu
hoch im Verhältnis der Wissensübermittlung der Vorlesung."
- "Stärkerer Bezug auf die Klausur (Vorbereitung)"
- "Anstelle einiger Experimente an jedem Praktikumstag eine
Altklausur kreuzen und durchsprechen. Einige Antworten auf die
Fragen sind schwer nachzuvollziehen."
V. Weitere Kommentare
"Schade, daß nur ehemalige Chemie-Leistungskursler die Nomenklatur
in der Organik verstanden haben. Vorschlag: Übungsblatt mit
Regeln und Beispielen"
"Es wäre schön, wenn die Vorlesung in 'Allgemeiner und
Anorganischer Chemie' besser mit dem Praktikum abgestimmt wäre!"
"Das Praktikum war ungeeignet für die Biologie-Lehramtsstudenten.
Es fanden für diese Studenten keine praxisnahen Experimente statt
und die Thematik des Praktikums war ausschließlich auf Medizin
bezogen und Biologie-Lehramtsstudenten hatten große Probleme,
den medizinbezogenen Lehrinhalten zu folgen."
"... Einige Modernisierungen wären ... vielleicht ganz angebracht."
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