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Origin

Zweck

Erstellung hochwertiger Graphiken insbesondere zur Darstellung von Messergebnissen, Datenanalyse. Origin arbeitet ähnlich wie Excel mit einem Arbeitsblatt (Worksheet) und kann auch Excel-Arbeitsblätter (Workbooks) einbinden.

Hersteller und Weblink: OriginLab

Hilfe

Menü Help: Origin, Programming, Tutorials, Multimedia Demonstrations.

Ein umfangreiches Manual (PDF) kann vom OriginLab-Webserver heruntergeladen werden: OriginLab -> Downloads, Documentation.

Beispiele findet man im Menü File -> Open Samples....

Verschiedene Typen von Arbeitsfenstern

Neue Arbeitsfenster lassen sich über die entsprechenden Icons in der Standard-Werkzeugleiste öffnen, die meisten Typen auch über das Menü File New.

Worksheet
Arbeitsblatt für die Aufnahme der Daten (ggf. Import), Berechnungen, Grundlage für graphische Darstellungen
Matrix
für Matrizenrechnung, Grundlage für 3D-Graphiken
Function
Eingabe einer Funktion, die graphisch dargestellt werden soll
Graph
Funktionsdiagramm; wird normalerweise aus einem Arbeitsblatt erstellt
Excel
Excel-Arbeitsbuch (Workbook). Excel wird eingebunden, die entsprechenden Schaltflächen werden eingblendet. Die Origin-Graphikelemente stehen uneingeschränkt zur Verfügung.
Layout
erlaubt die kombinierte Darstellung von Graphiken, Arbeitsblättern, Texten und Zeichenelementen auf einer Seite
Notes
Notizen
Script Window
(Menü View -> Script Window) erlaubt einfache Berechnungen, auch unter Verwendung mathematischer Funktionen, sowie den Aufruf selbst compilierter Funktionen (Origin C, C++: Code Builder)

Ansichts-Modi (View Modes)

Wenn ein Graphik- oder Layout-Fenster aktiv ist, lassen sich über das Menü View Qualität bzw. Geschwindigkeit der Bildschirmdarstellung einstellen. Zur Druckvorschau wählt man "Print View".

Datenimport

(Icons bzw. Menü File -> Import...) In ein Origin-Arbeitsblatt können Daten importiert werden, die als ASCII-Tabellen vorliegen, oder binär als Ausgabe diverser einschlägiger Datenbank-, Labordaten- oder Datenauswertungsprogramme.

Arbeitsblatt

In einem Arbeitsblatt hat jede Spalte eine bestimmte Rolle, die für die Funktionsdarstellung in einem Diagramm von Bedeutung ist. Diese Rolle lässt sich z.B. über das Kontextmenü (rechte Maustaste) über den Menüpunkt "Set As" festlegen:

X, Y, Z, X Error, Y Error, Label, Disregard.

Anm.: Bei Berechnungen in einem Arbeitsblatt steht die Variable i für die Zeilennummer, Spalten bezeichnet man als Col(A) etc.

Beispiel 1: Sinus-Kurve

mit Hilfe eines Arbeitsblatts.

Spalte A(X) - Kontextmenü (rechte Maustaste) Set Column Values...:
For row (i) 1 to 64
Col(A)= (i-1)/10

Spalte B(Y) - Kontextmenü (rechte Maustaste) Set Column Values...:
For row (i) Auto to Auto
Col(B)= sin(Col(A))

Spalten A(X) und B(Y) selektieren (Anm.: nicht nebeneinanderliegende Spalten lassen sich mit Hilfe der Strg-Taste selektieren, d.h. Strg - linke Maustaste),
2D-Graphik "Line" wählen

Über Kontext-Menüs lassen sich das Diagramm bzw. dessen Elemente praktisch beliebig formatieren. Wenn man möchte, kann man die x-Achse in die Mitte (auf y = 0) verschieben. Auch Freitexte und Graphik-Elemente (linke Werkzeugleiste) lassen sich ggf. einfügen.

Vollbild-Modus: Menü View -> Full Screen

Beispiel 2: numerische Integration / Differentiation

der Sinus-Kurve (Graph) über das Menü Analysis -> Calculus.

Beispiel 3: Ausgleichsgerade (Linear Fit)

Beispieldaten: Menü File -> Open Samples..., Analysis, Curve Fitting, Linear Fit, Öffnen. "Raw Data" öffnen und das Arbeitsblatt ("Schild") aktivieren.

Spalte B(Y) selektieren, Scatter Plot (also nur Punkte). Graphikfenster aktivieren, Menü Analysis -> Fit Linear. Die Parameter und Fehler der Anpassung stehen im Results Log (!), dort ggf. mittels Kontextmenü Select All, Copy in die Zwischenablage kopieren und z.B. in ein Notizfenster oder ein Word-Dokument einfügen.

Anm.: eine fortgeschrittene Variante des "Linear Fit" mit mehr Optionen findet man im Menü Tools.

Beispiel 4: "Peak Picking" und Kurvenanpassung

Beispieldaten: Menü File -> Open Samples..., Analysis, Curve Fitting, Multi Peak Fit, Öffnen. "Raw Data" öffnen und das Arbeitsblatt ("Three Lorentzians") aktivieren.

Die Spalten Pos(X) und Ampl(Y) selektieren, Scatter Plot (also nur Punkte). Graphikfenster aktivieren, Menü Tools -> Pick Peaks, die Schaltfläche "Find Peaks" drücken. Die Signalmaxima (Peaks) werden markiert, das Ergebnis steht in einem versteckten (!) Arbeitsblatt (Peaks1).

Kurvenanpassung: Graphikfenster aktivieren, Menü Analysis -> Fit Multi-peaks -> Lorentzian, Number of Peaks: 3, OK. Dialogbox "Initial half width estimate" (ca. 2,0) OK. Ein Cursor erscheint (Crosshair), die drei Signalpositionen (Maxima) mit einem Doppelclick markieren. Die Daten erscheinen in einem eingefügten Textfenster sowie im Results Log.


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