MS Windows 3.1
Programmstart
- Normaler Start (vom MS-DOS-Prompt): win
- Start mit einem Parameter, z.B.: win /s
(/s für Standard-Modus, /3 für erweiterten 386-Modus, /b
für Boot-Log, /? für Parameter-Liste)
- Unmittelbares Starten einer Windows-Anwendung, z.B.:
win C:\WINWORD\winword.exe
Lernprogramm: Das zweiteilige Lernprogramm für Anfänger
zeigt die Anwendung der Maus und führt in die Grundlagen von MS
Windows ein. Aufruf durch Anklicken von "(H)ilfe" in der
Menüleiste, dann "Windows-(L)ernprogramm". Taste M liefert
die Maus-Lektion, Taste W die Lektion über Windows-Grundlagen.
Online-Hilfe: Durch Drücken der Funktionstaste F1 erhält man
den Hilfe-Index bzw. eine kontextbezogene Hilfe. Alternativ kann man
im Menü Hilfe die Menüpunkte Inhalt bzw.
Suchen anwählen.
Dokumentation: Zum Lieferumfang gehören die Manuals Erste
Schritte und Benutzerhandbuch . Im übrigen findet man
Literatur zu "MS Windows" im einschlägigen Fachhandel (z.B. in der
Reihe Markt & Technik Schnellübersichten).
Nach dem Programmstart öffnet sich normalerweise das Fenster des
Programm-Managers . MS Windows läßt sich mit der Maus
oder über die Tastatur bedienen.
Einführung
Mausbedienung:
Normalerweise wird in MS Windows die linke Maustaste
verwendet, in einigen Anwendungsprogrammen wird auch die rechte
Maustaste mit spezieller Bedeutung benutzt. (Die mittlere Maustaste
findet keine Verwendung.) Folgende Operationen können durchgeführt
werden:
- Anklicken: den Mauszeiger auf das Objekt (z.B.
Schaltfläche, Symbol oder Menü) schieben und die (linke) Maustaste
drücken und loslassen.
- Doppelklicken: die linke Maustaste zweimal rasch
hintereinander drücken und loslassen.
- Ziehen: den Mauszeiger auf das Objekt (z.B. Symbol) fahren,
dann die (linke) Maustaste drücken und festhalten, während das
Objekt an eine andere Position verschoben wird. Für spezielle Zwecke
muß gleichzeitig eine Taste auf der Tastatur (Strg, Alt oder
Shift) gedrückt werden.
Bildschirmaufbau:
Der MS-Windows-Bildschirm besteht aus dem Hintergrund (Desktop),
Fenstern, Symbolen (Icons), Menüs und Dialogfeldern.
Fenster: ein rechteckiger Bereich, der verschiebbar und in der
Größe veränderbar ist und in der Regel den folgenden Aufbau
hat. Oben links, symbolisiert durch einen waagerechten Balken in einem
grauen Quadrat, befindet sich das Systemmenüfeld. Anklicken
bringt ein Menü hervor (typische Punkte: Wiederherstellen,
Verschieben, Größe ändern, Symbol, Vollbild, Schließen,
Wechseln zu), während ein Doppelklick darauf das Fenster
schließt (und damit die Anwendung beendet). Im mittleren Teil des
Fensterkopfes befindet sich die Titelleiste; durch Ziehen der
Titelleiste mit der Maus läßt sich ein Fenster verschieben.
Rechts daneben findet man zwei Schaltflächen, und zwar die
Schaltfläche Symbol (mit einem abwärts zeigenden Dreieck)
und die Schaltfläche Vollbild/Wiederherstellen (mit einem
aufwärts zeigenden Dreieck bzw. zwei Dreiecken). Anklicken der
Schaltfläche Symbol verkleinert das Fenster auf
Symbol-Größe (Icon), Anklicken der Schaltfläche
Vollbild bringt es auf die maximale Größe bzw. die vorige
Größe (Wiederherstellen). Unter der Titelleiste befindet
sich ggf. eine Menüleiste. Ein Fenster läßt sich durch
Ziehen an den Rändern in der Größe verändern. Das
aktive Fenster befindet sich im Vordergrund und ist durch eine
blaue Titelleiste gekennzeichnet; ein Fenster läßt sich durch
Anklicken aktivieren.
Symbol (Icon): eine kleine Darstellung, die ein Programm oder
Dokument symbolisiert. Durch einen Doppelklick läßt es sich
wieder zu einem Fenster vergrößern. Bei einem Einfachklick
erscheint das Systemmenü, sofern es sich um ein Symbol auf dem
Desktop oder das Symbol einer Gruppe handelt.
Menü: Menüs lassen sich aus der Menüleiste des
Programm-Managers bzw. eines Anwendungsprogramms herausklappen
("Pull-Down"-Menüs), sie enthalten alle notwendigen Befehle.
Anwahl mit der Maus: Menüpunkt mit dem Mauszeiger anfahren, linke
Maustaste drücken und halten, Unterpunkt anfahren und Maustaste
loslassen (Abbruch: außerhalb des Menüs loslassen). Alternativ
kann man erst den Menüpunkt, dann den Unterpunkt anklicken. Anwahl
mit der Tastatur: Zuerst die Alt-Taste (oder F10) drücken und
loslassen, dann die jeweils unterstrichenen Buchstaben (oder die
Pfeiltasten benutzen). Abbruch durch Drücken der Esc-Taste. Einige
Befehle lassen sich auch durch spezielle Tastenkombinationen aufrufen.
Dialogfelder dienen zur Auswahl unter vorgegebenen
Möglichkeiten bzw. für Eingaben. Hierzu gibt es Radioknöpfe,
Kontrollkästchen, Schaltfelder, Listenfelder und Texteingabefelder.
Die Bedienung erfolgt durch Anklicken mit der Maus oder auch über
die Tastatur (Tab springt zum nächsten Feld, Auswahl mit den
Pfeiltasten, direkte Feldwahl bei niedergedrückter Alt-Taste über
den Kennbuchstaben.)
Wichtige Tastaturkommandos:
- Alt-Leertaste
- öffnet das System-Menü
- Alt-Esc
- springt durch Fenster und Symbole
- Alt-Tab
- springt durch die Task-Liste
- Strg-Esc
- bringt die Task-Liste
- Esc
- Abbruch
- Alt-F4
- beendet ein Anwendungsprogramm bzw. Windows
- Strg-Alt-Entf
- Reboot-Funktion, erlaubt es, nicht reagierende
Anwendungen zu schließen
Windows-Anwendungen starten:
Im Programm-Manager ggf. durch Doppelklick auf das zuständige
Gruppensymbol das betreffende Gruppenfenster öffnen. Ein Doppelklick
auf das Programm-Symbol startet sodann das Programm. Jedes beliebige
Programm kann auch über das Menü Datei Ausführen
gestartet werden, ggf. mit Hilfe der Option Durchsuchen .
Programm-Manager
Menüs:
- (D)atei
- (N)eu: neue Programmgruppe bzw. neues Programm hinzufügen
- Ö(f)fnen: Öffnen des aktivierten Symbols zum Fenster
bzw. Starten des Programms
- (V)erschieben: Verschieben eines Programm-Symbols in eine
andere Gruppe
- (K)opieren: Kopieren eines Programm-Symbols in eine
andere Gruppe
- (L)öschen: Löschen des aktivierten Symbols
- (E)igenschaften: Ändern der Eigenschaften eines
Programms bzw. einer Gruppe
- (A)usführen: Ausführen eines Programms, dessen
Pfadname einzugeben ist
- Windows (b)eenden
- (O)ptionen
- (A)utomatisch anordnen: Symbole werden automatisch
regelmäßig angeordnet
- (S)ymbol nach Programmstart: der Programm-Manager
erscheint nach Starten von Windows als Symbol
- (E)instellungen beim Beenden speichern: die Anordnung auf
dem Desktop wird abgespeichert
- (F)enster
- Über(l)append: Fenster überlappen, alle Titelzeilen
sind sichtbar
- (N)ebeneinander: alle Fenster werden so verkleinert und
angeordnet, daß sie nicht überlappen
- (S)ymbole anordnen: Gruppensymbole bzw. Programmsymbole
werden automatisch angeordnet
- (Liste der Gruppen-Fenster)
- (H)ilfe
- (I)nhalt: Inhaltsverzeichnis der Online-Hilfe
- (S)uchen: Hilfe nach Stichwörtern suchen
- (H)ilfe benutzen: Anleitung für die Online-Hilfe
- Windows-(L)ernprogramm
- Inf(o): Copyright, Status, Speicher und Auslastung der
Systemressourcen
Programme ausführen:
Siehe oben (Einführung); durch Doppelklick auf das Programm-Symbol,
Einfachklick und Drücken der Return-Taste (oder Menü Datei
Öffnen) oder über das Menü Datei Ausführen
(mit Eingabe oder Auswahl des kompletten Suchpfades).
Programm-Symbole löschen, verschieben oder kopieren:
Ggf. wird zunächst das Fenster der zugehörigen Programmgruppe
geöffnet. Löschen eines Symbols: Anklicken, Entf drücken
(oder Menü Datei Löschen); hierdurch wird das Symbol
gelöscht, aber nicht die Datei! Verschieben eines Symbols: mit der
Maus in ein anderes Gruppenfenster bzw. auf ein anderes Gruppensymbol
ziehen. Kopieren eines Symbols: bei gedrückter Strg-Taste mit der
Maus in ein anderes Gruppenfenster bzw. auf ein anderes Gruppensymbol ziehen.
Datei-Manager
Den Datei-Manager findet man in der Windows-Hauptgruppe. Er dient zum
Arbeiten mit Dateien (kopieren, löschen, umbenennen usw.),
Verzeichnissen und Datenträgern. Das zu einem Laufwerk gehörige
Verzeichnis wird in einem Verzeichnisfenster angezeigt, mehrere
Verzeichnisfenster können gleichzeitig geöffnet sein. Die Art der
Anzeige ist konfigurierbar; in der Regel zeigt die linke Seite den
Verzeichnisbaum, die rechte Seite den Inhalt des gewählten
Verzeichnisses. Unterhalb der Titelzeile findet man eine Leiste mit
Laufwerkssymbolen.
Menüs:
Datei: Öffnen, Verschieben, Kopieren, Löschen, Umbenennen,
Eigenschaften, Ausführen, Drucken, Verknüpfen, Verzeichnis
erstellen, Suchen, Dateien auswählen, Beenden.
Datenträger: kopieren, benennen, formatieren,
Systemträger erstellen, Laufwerk auswählen.
Verzeichnisse: Nächste Ebene einblenden, Zweig einblenden,
Alle Ebenen einblenden, Zweig ausblenden, Verzweigungen kennzeichnen.
Ansicht: Struktur und Verzeichnis, Nur Struktur, Nur
Verzeichnis, Teilen, Name, Alle Dateiangaben, Bestimmte Dateiangaben,
Nach Name, Nach Typ, Nach Größe, Nach Datum, Angaben auswählen.
Optionen: Bestätigen, Schriftart, Statuszeile, Symbol nach
Programmstart, Einstellungen beim Beenden speichern.
Fenster: Neues Fenster, Überlappend, Nebeneinander, Symbole
anordnen, Aktualisieren, Fenster-Liste.
Hilfe: Inhalt, Suchen, Hilfe benutzen, Info.
Fenster:
Anklicken eines Laufwerkssymbols liefert die zugehörige
Verzeichnisanzeige im aktuellen Fenster. Bei einem Doppelklick wird
ein neues Fenster geöffnet.
Dateien löschen, verschieben oder kopieren:
Ggf. zunächst ein Fenster für das betreffende Laufwerk öffnen
und dort durch Anklicken das benötigte Verzeichnis aktivieren (bzw.
durch einen Doppelklick einen Zweig mit Unterverzeichnissen
einblenden). Löschen einer Datei: das betreffende Symbol im
Verzeichnis durch Anklicken aktivieren, Entf drücken.
(Achtung: im Unterschied zur analogen Operation im Programm-Manager
wird hier tatsächlich die Datei gelöscht!) Verschieben einer
Datei: bei gedrückter Alt-Taste das Dateisymbol auf ein
Verzeichnissymbol oder in ein anderes Verzeichnisfenster ziehen.
Kopieren einer Datei: bei gedrückter Strg-Taste das Dateisymbol auf
ein Verzeichnissymbol oder in ein anderes Verzeichnisfenster ziehen.
Verschieben/Kopieren: zieht man ein Dateisymbol mit der Maus auf ein
Verzeichnissymbol oder in ein anderes Verzeichnisfenster, ohne daß
gleichzeitig die Strg- oder Alt-Taste gedrückt wird, so wird die
Datei verschoben, falls sich das Laufwerk nicht ändert, ansonsten
auf ein anderes Laufwerk kopiert. Hinweis: bei gedrückter
Shift-Taste lassen sich durch Anklicken mit der Maus mehrere
Dateisymbole gleichzeitig aktivieren.
Programme starten:
Durch einen Doppelklick auf ein Programm-Symbol (.EXE, .COM, .BAT oder
.PIF) läßt sich das betreffende Programm ähnlich wie aus dem
Programm-Manager starten. Es kann sich dabei um Windows-Anwendungen
oder um DOS-Programme handeln.
Systemsteuerung
- Farben: Einstellungen für die Farbdarstellung der
Bildschirmoberfläche
- Schriftarten installieren
- Anschlüsse: Einstellungen der seriellen Schnittstellen
- Maus: individuelle Einstellungen
- Desktop: Gestaltung des Desktop (Bildschirmhintergrund),
Bildschirmschoner
- Drucker: Installation, Auswahl und Einrichtung von Druckern
- Ländereinstellungen: Sprache, Tastatur, Zahlen-, Datums-,
Zeit- und Währungsformat
- Datum/Uhrzeit: einstellen
- Klang: Ein- oder Ausschalten und Auswahl der Systemklänge
- 386 erweitert: Zeiteinteilung bei Multitasking, Einrichtung bzw.
Modifizierung einer SWAP-Datei
- Treiber: Installation von Treibern für Multimediageräte
(z.B. Soundboard)
Zubehör-Programme
- Write: Textbearbeitung (.WRI)
- Paintbrush: Zeichen- und Malprogramm (.BMP)
- Notizblock (Editor): "ASCII"-Texteditor zum Erstellen oder
Editieren von Konfigurationsdateien, Batch-Dateien, Quellcodes oder Notizen.
- Rechner: arbeitet als Standard-Rechner oder als
wissenschaftlicher Rechner.
- Uhr: Uhr mit digitaler oder analoger Anzeige. Auch das Symbol
zeigt die Uhrzeit noch an.
- Kalender: Terminkalender mit Tages- und Monatsübersicht
sowie Wecker.
- Kartei: zur Verwaltung von Adressen oder ähnlichen
Informationen; Karten- oder Listenanzeige.
- Terminal: Kommunikation über die serielle Schnittstelle
(Null-Modem-Kabel oder Modem).
- Rekorder: Aufzeichnung und Wiedergabe von Makros (Folge von
Tastenanschlägen und Mausbewegungen).
- Zeichentabelle: Tabelle aller ASCII-Zeichen in einer beliebigen
installierten Schriftart.
- Medien-Wiedergabe: Wiedergabe von Klängen (MIDI-Dateien,
erfordert einen MCI-Gerätetreiber).
- Klangrecorder: Aufnahme, Bearbeitung und Wiedergabe von
Klangdateien (.WAV)
Anwendungsprogramme (Allgemeines)
Windows-Programme laufen im allgemeinen in Fenstern ab. Windows kann
mehrere Anwendungen "gleichzeitig" ausführen, wobei ein Prozeß
aktiv ist und im Vordergrund abläuft, während die übrigen im
Hintergrund laufen. Im Hintergrund kann man z.B. langwierige
Rechnungen ausführen lassen. Die Aktivierung des
Vordergrund-Prozesses (Task-Umschaltung) kann auf verschiedenen Wegen
erfolgen. Besonders praktisch ist es, bei gedrückter Alt-Taste
einmal oder mehrmals die Tab-Taste zu drücken; sobald die
gewünschte Anwendung eingeblendet wird, läßt man die Alt-Taste
los. Die gesamte Task-Liste wird durch Drücken der Tastenkombination
Strg-Esc eingeblendet.
DOS-Programme (Nicht-Windows-Anwendungen):
Auch Programme, die nicht als Windows-Anwendungen entwickelt wurden,
können aus dem Programm- oder dem Datei-Manager gestartet werden.
Nichtgrafische DOS-Programme können entweder im Vollbildmodus oder
in einem Fenster ablaufen; eine Umschaltung ist mit der
Tastenkombination Alt-Return möglich. Um die Ablaufeigenschaften
konfigurieren zu können, sollte man DOS-Programme über PIF-Dateien
starten.
Spezielle Windows-Konzepte
Datenaustausch über die Zwischenablage:
über die Zwischenablage (Clipboard, Klemmbrett) können
Informationen (Texte oder Grafiken) zwischen verschiedenen Anwendungen
ausgetauscht werden.
Dynamischer Datenaustausch (DDE, Dynamic Data Exchange):
Das Verknüpfen von Objekten erlaubt es, die gleiche Information (das
Objekt) in verschiedenen Dokumenten zu verwenden. Die Aktualisierung
erfolgt automatisch.
Einbetten von Objekten (OLE, Object Linking and Embedding):
Objekte wie Zeichnungen, Geschäftsgrafiken, mathematische Formeln
oder Audio-Dateien können so in ein Programm integriert werden,
daß sie mit ihrem zugehörigen Programm verbunden bleiben.
Auswahl des Objekts (z.B. durch Doppelklick) startet dann automatisch
das zugehörige Anwendungsprogramm (beispielsweise Paintbrush).
Ziehen und Ablegen (Drag and Drop):
Eine Aktion kann aus dem Datei-Manager heraus dadurch ausgeführt
werden, daß man das Datei-Symbol auf das Symbol des
Anwendungsprogramms zieht; z.B. kann man eine Datei dadurch drucken,
daß man ihr Symbol auf das Druck-Manager-Fenster oder -Symbol zieht.
Burkhard Kirste;
1993/11/17