Einführung in die EDV, Hardware
Prinzip
Datenverarbeitungssystem ("Computer"): Hardware (materiell, "Leib")
+ Software (ideell, "Seele")
Hardware: Computer i.e.S. (Prozessor, Hauptspeicher, Bus) + Peripherie
(Ein-/Ausgabegeräte, Massenspeicher)
Software: Betriebssystem (u.a. BIOS = Basic Input/Output System,
Befehlsinterpretierer) + Anwendungsprogramme (z.B. Textverarbeitung,
Tabellenkalkulation, Multimedia-Anwendungen)
Prinzip der Datenverarbeitung: EVA = Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe.
von-Neumann-Maschine: Sowohl die Programme als auch die Daten befinden
sich im Speicher (genauer: Befehlscodes, Daten und Adressen),
und zwar als Binärzahlen (wie 1101110011000...) bzw. deren
physikalischer Repräsentation (z.B. hohe/niedrige Spannung).
Personalcomputer: typischer PC (Stand: März 2004)
- Prozessor
- Intel Pentium 4, Taktfrequenz 3,06 GHz
- oder AMD Athlon 64 3200+ (64-Bit-Technologie)
- Erklärung: die Taktfrequenz gibt ungefähr an,
wie viele Operationen pro Sekunde ausgeführt werden können
(3 MHz => ca. 3 MIPS = 3 Millionen Instruktionen pro Sekunde).
- Arbeitsspeicher ("memory")
- 512 MB RAM (DDR-RAM)
- Erklärung: MB = Megabyte (s.u.);
RAM = Random-Access Memory (Inhalt änderbar, aber "flüchtig");
DDR = Double Data Rate
- Festplatte ("hard drive", "disk")
- ca. 120 GB
- Erklärung: GB = Gigabyte (s.u.)
- Bus
- PCI (Peripheral Component Interconnect)
- Erklärung: Das Bussystem übernimmt den internen
Datenverkehr, es ist u.a. durch die Busbreite (PCI: 64 Bit) und
den Bustakt (in MHz) charakterisiert.
- typische "Karten"
- Grafikkarte, Soundkarte, Netzwerkkarte
- typische Schnittstellen ("ports")
- Monitor-Ausgang
- USB 2.0 (Universal Serial Bus zum Anschluss externer Geräte)
- parallele Schnittstelle (z.B. für Drucker)
- PS/2-Schnittstelle (für Tastatur, Maus)
- serielle Schnittstellen (z.B. für Modem, Maus)
- FireWire (IEEE 1394), TV-Ausgang, Infrarotschnittstelle u.a.m.
- typische Peripheriegeräte
- CD-ROM-Laufwerk, CD-Brenner, DVD-Laufwerk, DVD-Brenner
- Tastatur und Maus
- Monitor (CRT = Cathode Ray Tube, d.h. Elektronenröhre;
TFT = Thin Film Transistor, d.h. Flüssigkristall-Flachbildschirm)
- Drucker (z.B. Laser- oder Tintenstrahldrucker)
- Scanner u.a.m.
Moore'sches Gesetz: Die Computerleistung verdoppelt sich
etwa alle 18 Monate (aufgrund des technischen Fortschritts,
d.h. der Chip-Miniaturisierung).
Bit und Byte
Bit: "Binary digIT", kleinste Informationseinheit mit
zwei Werten (0 oder 1).
Byte: Einheit des Speicherplatzes (Arbeitsspeicher, Platten);
1 Byte = 8 Bit, d.h. 2^8 = 256 mögliche Werte, z.B. die
Zahlenbereiche 0 bis 255 oder -128 bis 127.
Faustregel: Ein Byte speichert ein Zeichen (d.h.
Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen).
Byte und Präfixe (K, M, G, T): abweichend vom Gebrauch
bei physikalischen Einheiten steht K ("k", Kilo) nicht für
1000, sondern für 2^10 = 1024. Dementsprechend bedeuten:
M (Mega) = 1048576 und G (Giga) = 1073741824.
(Hersteller von Festplatten meinen allerdings 1 GB = 10^9 Byte!)
Z.Zt. wird hier "Fast Ethernet" (100BASE-TX, "twisted pair")
mit einer nominellen maximalen Datenübertragungsrate von
100 MBit/sec benutzt. Die Kabel ("Patchkabel") sind mit
sog. RJ45-Steckern versehen, die Verkabelung erfolgt sternförmig
über sogenannte "Switches". Jeder Rechner (bzw. jede
Netzwerkkarte) muss eine eindeutige IP-Adresse haben
(Internet-Nummer aus 4 Byte, z.B. 160.45.22.129).
"Flaschenhals"-Problem
Die langsamste bzw. schwächste Komponente bestimmt
die Leistungsfähigkeit des Systems! Beispielsweise wird
ein schneller Prozessor "ausgebremst", wenn der Arbeitsspeicher
nicht ausreicht und Daten auf die Festplatte ausgelagert werden
müssen ("swapping"). Andere typische "Flaschenhälse"
sind der Bus (Datentransfer zum Arbeitsspeicher bzw. zur
Festplatte) oder die Netzwerk- bzw. Modemverbindung.
BKi 2004-04-15