MS-DOS (MicroSoft Disk Operating System) bzw. IBM-PC-DOS ist das am weitesten verbreitete Betriebssystem für PCs. Z.Zt. installierte Version (PC-Netzwerk): DOS 6.2.
Hinweis: ``Microsoft Windows'' (Windows 3.1, Windows für Workgroups) ist eine graphische Benutzeroberfläche mit einer Erweiterung des Betriebssystems MS-DOS, auf dem es aber immer noch basiert. Für ``Windows 95'' gilt diese Einschränkung noch teilweise, erst ``Windows NT'' ist ein eigenständiges Betriebssystem.
beim Einschalten (Kaltstart) oder Neustart (Warmstart). Neustart mit Reset-Knopf (falls vorhanden) oder durch Drücken der Tastenkombination Alt+Strg+Entf bzw. Alt+Ctrl+Delete.
Dateinamen (z.B. MYNAME oder DATEINAM.EXT) bestehen
aus maximal 8 Zeichen; optional kann ein Punkt (.) und eine
Erweiterung aus maximal 3 Zeichen folgen.
Groß- und Kleinbuchstaben werden unter DOS (!) nicht
unterschieden, sind also äquivalent (im Gegensatz zu UNIX!);
intern werden Großbuchstaben verwendet.
Alle auf Disketten/Platten gespeicherte Information wird in
Form von Dateien (engl.: files) verwaltet.
Achtung: Speicherplatz wird stets in Clustern
reserviert. Selbst eine nur 1 Byte lange Datei beansprucht
auf einer 200-MB-Festplatte 4096 Byte (= 1 Cluster)!
Laufwerksbuchstabe C: Pfad (= Unterverzeichnis[se]) \TEXTE\BRIEFE Dateiname ANTRAG96 Erweiterung .TXT Dateibezeichner C:\TEXTE\BRIEFE\ANTRAG96.TXT
Hinweise: Wird nur der Dateiname (ohne Pfad) angegeben, sucht DOS
im aktuellen Unterverzeichnis. (Das Verzeichnis kann mit dem
Kommando CD gewechselt werden.)
Bei einigen DOS-Kommandos (DIR, COPY, DEL) können
Platzhalter im Dateinamen verwendet werden:
? steht für 1 beliebiges Zeichen, * steht für
mehrere (oder auch gar kein) Zeichen. Beispiele:
COPY *.TXT A: (kopiere alle Texte auf die Diskette)
DEL BRIEF?.BAK (lösche die Sicherheitskopien der Briefe)
Ausführbare Programme haben die Erweiterung .COM oder .EXE (diese brauchen zum Starten nicht mit angegeben zu werden; das gleiche gilt für Stapeldateien .BAT).
DIR ``directory'': Verzeichnis ausgeben DIR *.TXT alle Text-Dateien auflisten COPY C:\TEXTE\KAP1.TXT A: kopiere den Text ``KAP1'' auf die Diskette COPY A:*.* C:\ORDNER kopiere den Disketteninhalt ins Verzeichnis ORDNER DEL *.BAK lösche alle ``Sicherheitskopien'' REN ALT.NAM NEU.NAM Datei ALT in NEU umbenennen MD CUNO neues Unterverzeichnis ``CUNO'' anlegen RD CUNO leeres (!) Unterverzeichnis entfernen CLS ``clear screen'': Bildschirm löschen FORMAT A: Diskette auf 1.44 bzw. 1.2 MB formatieren (HD) FORMAT A: /4 5 1/4''-Diskette auf 360 KB formatieren FORMAT A: /F:720 3 1/2''-Diskette auf 720 KB formatieren DATE Systemdatum anzeigen bzw. ändern TIME Systemzeit anzeigen bzw. ändern TYPE READ.ME Auflistung einer ``ASCII''-Datei PRINT READ.ME Drucken einer ``ASCII''-Datei VER zeigt die DOS-Versionsnummer VOL zeigt den Namen des Laufwerks CHKDSK informiert über die Plattenbelegung
CD CD Pfad oder CD .. (zur höheren Ebene) oder CD \ (Wurzelverzeichnis) change directory
CHKDSK check disk (Information über die Plattenbelegung)
CHKDSK [d:][Pfad][Datei] [/F Korrektur, /V Dateien anzeigen]
CLS clear screen (Bildschirm löschen)
COPY copy [Pfad]name.ext [Pfad][name.ext] kopieren. Optionaler Parameter: /V verifizieren.
Bsp.: COPY c:\ordner1\datei1.txt a:\datei2
DATE Datum tt.mm.jj
DEL [Pfad]name.ext Datei löschen (delete)
DIR directory (Dateiverzeichnis) [.. höhere Ebene, /P seitenweise, /W kurz]
ECHO [on off] (Text) Textausgabe auf Bildschirm
ERASE [Pfad]name.ext Datei löschen (= DEL)
FIND z.B. DIR |FIND "EXE" (alle ``...''-Dateien); FIND [/V][/C][/N] ``Zeichenfolge'' [datei]
FORMAT FORMAT A: Diskette formatieren (HD);
FORMAT A: /4 (5 1/4'' auf 360 KB);
FORMAT A: /S (DOS-Systemdiskette erzeugen)
MD make directory (neues Verzeichnis anlegen). Bsp.: MD ebene2
MORE (Stop nach jeder Seite) z.B. TYPE datei |MORE
PATH Suchpfade, PATH Pfad1;Pfad2;Pfad3
PRINT PRINT datei drucken einer Datei (verschiedene Optionen)
PROMPT (Systemanfrage) $p (Pfad), $g (Pfeil >), $t (Zeit), $d (Datum),
$h (Backspace), $_ (line feed)
RD remove directory (Verzeichnis löschen; das Verzeichnis muß leer sein!)
REN REN name1 name2 rename (neuer Name)
SET Einstellungen anzeigen bzw. ändern (comspec, prompt, path)
SORT sortieren, z.B. DIR |SORT (/R rückwärts, /+n ab Spalte n)
TIME Zeit hh:mm:ss
TYPE listet eine ASCII-Textdatei (seitenweise mit |MORE)
VER zeigt die MS-DOS-Versionsnummer
VERIFY [ON OFF] verifizieren (beim Kopieren)
VOL Laufwerksname wird angezeigt
APPEND Suchpfad für Hilfsdateien (außer BAT, COM, EXE)
ASSIGN Laufwerk zuweisen; ASSIGN A=C (Umleitung auf C:)
ATTRIB Lese/Schreibschutz ATTRIB [+R -R] [+A -A] [Pfad]name[.ext];
+R nur lesen (Schreib-/Löschschutz), +A Änderungsattribut setzen.
BREAK [ON OFF] Reaktion auf Ctrl-Break
COMMAND [d:][Pfad][/P][/Czeichenfolge][/E:xxxxx] Aufruf eines neuen Befehlsinterpretierers
COMP COMP datei1 datei2 vergleicht zwei Dateien
CTTY CTTY com1 Umlenkung der Standardein- und -ausgabe (von CON)
DISKCOMP vergleicht zwei Disketten
DISKCOPY DISKCOPY d: d: kopiert vollständige Disketten
GRAPHICS zum Ausdrucken von Grafik
JOIN (logische Verknüpfung zweier Verzeichnisse)
KEYB GR deutsche Tastaturbelegung (bis DOS 3.2: KEYBGR)
LABEL label a: name (Erstellen oder Ändern von Disketten-Namen)
MODE (Betriebsmodus für Drucker und asynchrone Datenübertragung, s.u.)
RECOVER Wiederherstellung von Dateien auf Diskette mit defektem Sektor
REPLACE REPLACE [Pfad]name [Pfad] [Optionen] ersetzt Dateien
SHARE Unterstützung für gemeinsamen Dateizugriff
SUBST SUBST d: d:Pfad Verwendung eines Laufwerkbuchstabens für einen Pfad
SYS SYS d: Kopieren der System-Dateien auf neue Diskette
TREE TREE [d:][/F] Auflistung der Unterverzeichnisse (mit Dateien)
UNDELETE gelöschte Dateien wiederherstellen
XCOPY kopiert Gruppen von Dateien (XCOPY C:\vrz A: [/M /S])
MORE stoppt die Anzeige nach jeder Seite, Bsp.:
TYPE read.me | MORE
SORT sortieren (/R rückwärts, /+n ab Spalte n),
Bsp.:
DIR | SORT /+14 (sortiert nach Dateigröße)
FIND suche Zeichenfolge (/N mit Zeilennummer, /C nur Anzahl
der Treffer, /V nicht enthalten), Bsp.:
DIR | FIND "BAT" (u.a. alle *.BAT-Dateien)
FIND "text" datei.nam (finde ``text'' in einer ASCII-Datei)
< dient zur Umlenkung der Eingabe, Bsp.:
MORE < read.me (wie TYPE read.me | MORE)
> dient zur Umlenkung der Ausgabe, z.B. auf den Drucker (prn):
TYPE read.me > prn (wie PRINT read.me)
>> lenkt ebenfalls die Ausgabe um, wobei der Text an eine vorhandene Datei angehängt wird.
Geräte: CON (Terminal), PRN oder LPT1 (Drucker), COM1, COM2, ... (RS232: serielle Schnittstellen).
>prn Ausgabe auf den Drucker >datei Ausgabe auf eine Datei >>datei Ausgabe an eine Datei anhängen <datei Eingabe von einer Datei >nul Ausgabe unterdrücken
SET Systemparameter anzeigen bzw. ändern.
COMSPEC=C:\COMMAND.COM (hier steht der
DOS-Befehlsinterpretierer)
PATH=Pfad1;Pfad2;Pfad3 (Suchpfade für
Befehle und Programme)
PROMPT=$p–$g (``System-Prompt'', hier
C:\-->; $p Pfad, $g >, $d Datum, $t Zeit)
sind Zusammenfassungen von (beliebigen) DOS-Befehlen in (ASCII)-Textdateien. AUTOEXEC.BAT (im Hauptverzeichnis) wird automatisch beim Systemstart ausgeführt (nach Abarbeitung von CONFIG.SYS).
Spezielle DOS-Befehle für Stapeldateien:
ECHO ON (bzw. OFF) Befehle werden (nicht)
angezeigt
ECHO text Anzeige von text auf dem
Bildschirm
GOTO marke Sprungbefehl
:marke Sprungziel (mit vorangestelltem : Doppelpunkt),
muß als separate Zeile stehen
IF bedingung befehl bedingte Anweisung
IF EXIST [pfad]name.ext GOTO start Sprung, wenn die
Datei existiert
IF NOT EXIST [pfad]name.ext GOTO ende
IF ERRORLEVEL 1 ... (bei Fehlermeldung 1 ...)
IF X%1==Xname ... (Parameter 1 = name ?)
(%1 steht für den ersten Übergabeparameter, %2 für den zweiten usw.; beachte das verdoppelte = Zeichen; das X dient hier nur als Schutzmaßnahme für den Fall, daß kein Parameter übergeben wurde)
FOR %%variable IN (satz) DO befehl =>
Wiederholung. Bsp.:
FOR %%f IN (bsp1.txt bsp2.txt bsp3.txt) DO DIR %%f bewirkt:
DIR bsp1.txt
DIR bsp2.txt
DIR bsp3.txt
REM kommentar Kommentar-Zeile
MODE
MODE LPT1:80,6[,P] Drucker-Einstellung (80 Zeich./Zl., 6 cpi)
MODE LPT1=COM1 Druckausgabe über COM1 lenken
MODE COMn[:]baud[,[parität][,[datenbits][,[stopbits][,P]]]] P:Wdh.
MODE [n][,[m][,T]] 40,80,BW40,BW80,CO40,CO80,MONO (Bildschirm)
Pause stoppt die Bildschirmausgabe vorübergehend; weiter mit (fast) beliebigem Tastendruck Strg-Untbr (Ctrl-Break) Abbruch eines Befehls Druck (Shift-PrintScr) druckt Bildschirm-``Hardcopy'' [Text, bzw. GRAPHICS (s.o.)] ESC Eingabe löschen Alt-Strg-Entf (Alt-Ctrl-Delete) Rechner neu ``booten'' Alt-Strg-F1 (bei KEYB GR) umschalten auf US-Tastatur Alt-Strg-F2 (bei KEYB GR) umschalten auf deutsche Tastatur F1 wiederholt letztes Kommando zeichenweise F3 wiederholt letztes Kommando F5 (@ Eingabe löschen) F6 Strg-Z (^Z) Dateiende Strg-C Abbruch Strg-P Druckerausgabe ein-/ausschalten Strg-S stoppt Bildschirmausgabe
Textverarbeitung (Word, Word für Windows, WordPerfect, WordStar, ChemText, Wi-Tex, T^3, ChiWriter, ...), wissenschaftlicher Textsatz (TeX, LaTeX), Desktop Publishing (Pagemaker, Framemaker, Ventura Publisher, Calamus), Datenbankprogramme (ChemBase, dBase, Access, FoxPro ...), Tabellenkalkulation (Lotus 1-2-3, Excel, Quattro), Graphik- und Zeichenprogramme (allg. Zeichenprogramme wie Windows Draw, Paintbrush, Designer, Corel Draw; Geschäftsgrafiken mit Harvard Graphics), chemische Formelzeichenprogramme (ISIS/Draw, ChemWindow, C-Design, Chemograph, ChemDraw), CAD (Computer Aided Design, z.B. AutoCAD), quantenmechanische Rechenprogramme (z.B. HMO, INDO, MNDO), Simulationsprogramme (z.B. für die Spektroskopie), ``Problemlöser'' (Eureka), Kommunikationsprogramme (Procomm, Kermit, Telix), Statistik-Programmpakete (SPSS), Molekülgrafik, ``Molecular Modeling'' (Alchemy, Moby, Hyperchem), Literaturstellen-Verwaltung (VCH Biblio, Reference Manager), Mathematik-Programme (Mathematica, MathCad, Maple, Gauss) u.v.a.m.