Die Aufgabe der Umweltphysik läßt sich kurz als "Untersuchung der Umwelt mit physikalischen Methoden" formulieren.
Zur Untersuchung gehört auch das theoretische Verständnis der Zusammenhänge der natürlichen Umwelt und ihrer Variabilität, jedoch gilt es zunächst, lokale, regionale und globale Veränderungen der Umwelt zu beobachten und zu beschreiben. Das Ziel ist, zuverlässige Prognosen für künftige Entwicklungen daraus abzuleiten.
Diese schwierigen Aufgaben lassen sich keinesfalls allein von der Physik lösen, so daß ein interdisziplinäres Zusammenwirken mit anderen Fachrichtungen wie Chemie, Ökologie, Biologie, Geowissenschaften, Meteorologie und Systemwissenschaften notwendig ist.
Die Rolle der Physik besteht primär in der Entwicklung und Anwendung geeigneter Meßmethoden und Modelle, aus denen sich - als zentrales Anliegen der Umweltphysik - politische Lösungsansätze bestehender Umweltprobleme ergeben oder bedrohliche Veränderungen der Umwelt vermeiden lassen.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die verschiedenen aktuellen Aktivitäten im Bereich der Umweltphysik. Hierzu gehören u.a. auch Aspekte zur globalen Veränderung der Temperatur unserer Umwelt (Treibhauseffekt) sowie des atmosphärischen Ozongehaltes (Sommersmog, Ozonloch).
Es werden aktuelle Arbeiten aus dem Bereich der Umweltphysik vorgestellt, die aus Feldexperimenten, Laborstudien und Modellierungen stammen.
Aspekte zur Entwicklung des Fachgebietes in Lehre und Forschung werden diskutiert.