Welche Ziele mit dem Euro verfolgt werden - und wie eine internationale Währung wirklich dem Frieden dienen könnte

Ringvorlesung Energie - Umwelt - Gesellschaft

Referent:
Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Berlin
Ort:
Chemiegebäude Takustr. 3, Hörsaal
Zeit:
Mittwoch, 1998-11-11 18:15 - 20:00 Uhr

In den drei vorangehenden Diskussionsveranstaltungen unserer Ringvorlesung mit Karl Albrecht Schachtschneider, Wilhelm Hankel und Klaus Peter Kisker waren wir zu dem übereinstimmenden Ergebnis gekommen, daß die am 1999-01-01 stattfindende Einführung des Euro unter Abschaffung flexibler Wechselkurse ohne politische Union voraussichtlich den Verlust demokratischer Freiheit der teilnehmenden Völker, eine Zunahme der Massenarbeitslosigkeit und eine mehrheitliche Verarmung der Bürger, einen dramatischen Abbau der sozialen Gerechtigkeit und damit die Zerstörung des sozialen und des internationalen Friedens in Europa sowie einen Rückschlag in der Umweltpolitik zur Folge haben wird.

Im letzten Vortrag wurde darüber hinaus deutlich gemacht, daß nach erfolgter Entmächtigung der nationalen Sozialstaaten zugunsten der Brüsseler Bürokratie auch zunehmende Massenarbeitslosigkeit und Verarmung keinen Druck mehr auf die nationalen Parlamente und Regierungen ausüben können.

Nicht diskutiert wurde bisher, welche Erwartungen, Motive und Zwänge die Parteien und die Politiker zu einer Politik treiben, deren voraussichtliche Folgen in krassem Widerspruch zu den erklärten Zielen und Idealen aller demokratischen Parteien stehen? Dieser Frage wollen wir in unserer vierten Diskussionsveranstaltung nachgehen und anschließend das von Hankel und Kisker empfohlene Modell von Keynes zu einer sozialen Rettung des Weltfriedens diskutieren.

  1. Motive und Zwänge zur Einführung des Euro
    1. Wirtschaftliche oder politische Gründe?
    2. Prestige-Interessen unserer Nachbarn
    3. Flucht aus der Verschuldungsverantwortung?
    4. Interessen der Großunternehmen
    5. Psychologische und verhaltensbiologische Erklärungsversuche
  2. Der Keynes-Plan


Moderation: Klaus Wulsten. V.i.S.d.P.: Roland Reich.
HTML-Formatierung: Burkhard Kirste, 1998-11-10