Wie wichtig ist ökologische Bildung und Erziehung für unsere Zukunft?

Ringvorlesung Energie - Umwelt - Gesellschaft

Referent:
Doz. Dipl.-Ök. et Dipl.-Ing. Hans Rolf Besser, Vorsitzender beim Kollegium der Techniker, Ingenieure und Wirtschaftler in Deutschland e.V. und Vorstandsmitglied der Ingenieur- und Wirtschaftsakademie "Johann Beckmann" e.V.
Ort:
Chemiegebäude Takustr. 3, Hörsaal
Zeit:
Mittwoch, 2000-02-02 18:15 - 20:00 Uhr

Hierzulande redet fast jeder Politiker bei jeder passenden Gelegenheit über Ökologie, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Leider besteht aber zwischen diesen Sonntagsreden und dem werktäglichen Handeln eine große Diskrepanz. Dem erfolgreich entgegenzuwirken, bedarf es einer umfassenden ökologischen Bildung und Erziehung.

Der Vortrag basiert auf dem Memorandum "Zur Ökologischen Bildung und Erziehung für ein zukunftsfähiges Deutschland", das von der Kommission Technikgestaltung und Bewertung bei der Ingenieur- und Wirtschaftsakademie "Johann Beckmann" e.V. unter Federführung von Prof. Dr. Dr. Klaus Wetzel (Leipzig) erarbeitet und herausgegeben wurde. Anliegen des Vortrags ist, die wichtigsten Gedanken daraus darzulegen.

Die heute heranwachsende Generation steht - bei Strafe eines globalen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zusammenbruchs - vor der immensen Aufgabe, binnen weniger Jahrzehnte den Rohstoff- und Energieverbrauch sowie den Ausstoß von Schadstoffen in die Umwelt ganz entscheidend zu verringern. Das erfordert einen tiefgreifenden Wandel der Wirtschafts- und Lebensweise der Menschen in aller Welt. Damit ist die einzigartige Herausforderung an die Kreativität, an moralische wie geistige Qualitäten der Menschen, aber auch an wissenschaftliche Einsichten und an die Bildung der Lehrenden wie der Lernenden verbunden. Unser Bildungswesen ist derzeit weit davon entfernt, diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Hier gilt es anzusetzen, um eine nachhaltige Änderung einzuleiten und die Prioritäten für künftige Entwicklungen neu zu setzen.

Grundsätzlich ist eine Umkehr in der Bewertung sozialer und technischer Innovation notwendig, weg von der einseitigen Orientierung auf Effektivität und Arbeitsproduktivität - hin zur Orientierung auf die Effizienz und Schonung der Natur und ihrer Ressourcen.

Im einzelnen sind zu entwickeln:

Dafür sind im Bildungswesen, in den Lehrplänen entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. Auf einige dieser Ansätze geht der Vortrag ein und stellt sie zur Diskussion.


Moderation: Wolfgang Hirschwald. V.i.S.d.P.: Roland Reich.
HTML-Formatierung: Burkhard Kirste, 2000-01-22