Modem-Zugang zum CHEMnet

  1. Wie und wo kann man sich per Modem ins CHEMnet einloggen?
  2. Was muß das Modem dazu können?
  3. Welche Software braucht man?
  4. Gibt es irgendwelche Empfehlungen für Hard- und Software?
Disclaimer: In diesem Text geäußerte Empfehlungen sind als private Meinungsäußerungen zu verstehen.

Wie und wo kann man sich per Modem ins CHEMnet einloggen?

zur Zeit zwei Möglichkeiten:

Modems der ZEDAT

Ansprechpartner (bei Problemen): Sven Bleschke (bleschke@zedat.fu-berlin.de, Tel. 838-6480).

!!!VERALTET!!!

      |=============================|
      | Tel.-Nr. |Anz.| bps (Bits/s)|
      |          |    |             |
      |==========+====+=============|
      | 832091   | 8  |    300      |
      |----------+----+-------------|
      | 832081   | 8  |   1200      |
      |----------+----+-------------|
      | 832071   | 6  |   2400      |
      |----------+----+-------------|
      | 8317091  | 1  |             |
      |      92  | 1  | 9600/14400  |  2 mal RETURN
      |      93  | 1  |             |
      |=============================|
einloggen ins CHEMnet:

[connect]
[Begrüßungstext]

crec chemnet
Hinweis: Hier gibt's Probleme mit dem Echo, d.h., daß man nicht sieht, was man tippt; "crec" steht für "create connection".
[login-Aufforderung von alanin]

Was muß das Modem dazu können?

Möglichst ein Modem mit V.32bis kaufen (damit ist die Geschwindigkeit automatisch 14.400 bps). Das können die schnellen ZEDAT-Modems und auch das Modem an Bragg. Auch weitere Modems an der FU werden nur gekauft, wenn sie V.32bis unterstützen. Bei langsamen Modems sollte mind. V42bis unterstützt werden (das ist ein Kompressionsverfahren). Bei V32bis Modems kann man davon ausgehen, daß sie immer V42bis unterstützen, ggf. aber nachfragen, wenn man ein exotisches Modem kauft.

Welche Software braucht man?

Das hängt von der Art des Rechners und dem Betriebssystem ab (Unix, Dos, Macintosh, Amiga, ...). Grundsätzlich kann man sagen, daß man ein Programm mit Terminalemulation benötigt. Für DOS ist das zum Beispiel Telix. Für die anderen Systeme gibt es ähnliche Programme.

Gibt es irgendwelche Empfehlungen für Hard- und Software?

Modem-Hardware, unverbindliche Empfehlung: ZyXEL 1496 E oder ZyXEL 1496 E PLUS. Unterschied: die Plus-Version kann bis 19200 bps, die andere bis 16800 bps, der Prozessor in der PLUS Version ist schneller. Beide Modems können natürlich auch V.32bis, V.42bis, FAX, Voice-Erkennung usw. Die Modems gibt es auch mit dem Zusatz "G" (also ZyXEL 1496 EG [PLUS]), dann sind sie zugelassen. Technisch vermutlich identisch, aber etwa 300 DM teurer.

Billigere Modems sind nicht zu empfehlen, bei teureren kann man US Robotics (aber nicht Sportster) empfehlen, aber es gibt eigentlich keinen Grund, ein teureres zu kaufen. Die ZyXEL Modems sind weit verbreitet und inzwischen sehr zuverlässig. Das war bei der Markteinführung vor einiger Zeit nicht der Fall, aber inzwischen haben alle Experten die Bedenken fallen gelassen, da die Modems mit den neuen ROMs (Version >6.0) sehr gut arbeiten.

Rechner-Hardware: ein Modem ist heutzutage sehr schnell, zu schnell für manche Rechner. Insbesondere PC-Hardware hat damit große Probleme, da häufig serielle Karten für 15 DM gekauft wurden. Auftretende Fehler entstehen nicht mehr zwischen den Modems, sondern zwischen Rechner und Modem. Die serielle Schnittstelle verliert gelegentlich Zeichen, wenn ein schneller Datenstrom kommt. Das tritt insbesondere dann auf, wenn man einen PC unter Unix einsetzt. In dem Fall lautet die Empfehlung: Man besorge sich einen NS16550A Chip (etwa 20 DM bei Segor) und tausche den seriellen Chip auf der Schnittstelle aus. Meist sind dort NS16450 oder i8250 im Einsatz. Diese sind PIN-kompatibel mit dem 16550 und können einfach getauscht werden (wenn sie gesockelt sind, sonst müßte man löten). Hat man einen hochintegrierten Chip mit seriell/parallel/Gameport, so gibt es dafür keinen Ersatz, der richtig funktioniert. Diese hochintegrierten Karten, die noch weniger taugen als die 16450er Karten, werden aber nur bei Billiganbietern verkauft.

Wenn man das Modem nur interaktiv nutzt, so kann man erst mal probieren, ob der Rechner Zeichen verliert. Das ist meist unter DOS nicht der Fall. Will man Daten übertragen (UUCP, Z-Modem), so sollte man auf Fehler achten und ggf. den Austausch vornehmen. Unter Unix sollte der Chip in jedem Fall ausgetauscht werden. (Genauere [englischsprachige] Information findet man hier und in der entsprechenden Newsgruppe.) Bei nicht-PC Systemen sind uns keine Zeichenverluste bekannt.

Software:
DOS: Telix (Berlin)
Amiga: Term (Berlin)
Atari: Uniterm (Passau)
Mac: kermit (Erlangen)


Heiko Schlichting (Hauptautor), Burkhard Kirste (HTML-Formatierung) mit Anm. von Vera Heinau; 1994/02/16