Linus Pauling

Linus Carl Pauling

28. Februar 1901 (Portland, Oregon, USA) - 19. August 1994

Linus Pauling war einer der herausragendsten wissenschaftlichen Denker dieses Jahrhunderts und Atomwaffengegner. Er erhielt 1954 den Nobelpreis für Chemie für seine Forschungen über die Molekülstruktur der Proteine und 1962 den Nobelpreis für den Frieden für seine Anstrengungen, Kernwaffentests zu beenden. (Der Friedensnobelpreis wurde ihm nachträglich im Jahre 1963 zuerkannt, nachdem das Moskauer Abkommen über ein Verbot der Kernwaffenversuche in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser unterzeichnet wurde.)

Pauling stammte aus einer deutschen Einwandererfamilie, er wurde am 28. Februar 1901 als Sohn eines deutschen Apothekers in Portland im US-Staat Oregon geboren. Bereits mit 16 Jahren nahm er in der USA sein Studium der Mathematik, Physik und Chemie auf und setzte es später in Europa fort. Bald nach Ende des zweiten Weltkriegs setzte er sich für die Einstellung aller Atomwaffenversuche ein und wurde daher in der McCarthy-Ära beschuldigt, er sei kommunistisch beeinflußt. 1958 überreichte er den Vereinten Nationen einen von mehr als 11000 Wissenschaftlern aus 48 Ländern unterzeichneten Appell gegen die Atomtests.

Er lehrte in Pasadena am California Institute of Technology und an der Stanford University. 1973 gründete er sein eigenes Linus-Pauling-Institut für Naturwissenschaft und Medizin in Palo Alto, Kalifornien. Aufsehen erregte er mit seinen Theorien über Vitamin C. Er behauptete, daß es nicht nur gegen Erkältungskrankheiten, sondern auch gegen Krebs vorbeugend wirke.

Pauling starb am Freitag, dem 19. August 1994, auf seiner kalifornischen Ranch im Alter von 93 Jahren. 1991 war er an Prostatakrebs erkrankt.

Bücher

Die Natur der Chemischen Bindung
Zweite Auflage, Verlag Chemie, Weinheim, 1964.
Vitamin C und der Schnupfen

Weitere Verweise

English text

Linus Carl Pauling

February 28th, 1901 (Portland, Oregon, USA) - August 19th, 1994

Linus Pauling was one of the most prominent scientists of the twentieth century and an opponent to nuclear weapons. He was awarded the nobel prize in chemistry in 1954 for his work on the molecular structure of proteins, and the nobel prize in peace in 1962 for his efforts to halt nuclear testing.

He had a chair at the California Institute of Technology in Pasadena and at Stanford University. In 1973, he founded the "Linus Pauling Institute of Science and Medicine" in Palo Alto, California. He was also famous for his promotion of vitamin C. Pauling's controversial thesis was that high doses of vitamin C would help not only in the prevention of the common cold but also in the prevention of cancer.

Books

The Nature of the Chemical Bond
and the Structure of Molecules and Crystals. An Introduction to Modern Structural Chemistry.
First edition: 1939.
Third edition, Ithaca, N.Y., Cornell University Press, 1960.
General Chemistry
New York: Dover Publications, 1988.
Vitamin C and the Common Cold
San Francisco: W. H. Freeman, 1970.
Vitamin C, the Common Cold, and the Flu
San Francisco: W. H. Freeman, 1976.

Further References


Burkhard Kirste, 1994/08/22, 1995/11/27