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Kunststoffe zum Kennenlernen:

Viskose


Viskose, die insbesondere in den USA auch unter dem Namen "Rayon" bekannt ist, ist die wichtigste Kunstseide bzw. Cellulose-Faser, weil sie so vielfältig einsetzbar ist. Besonders beliebt ist sie bei Sommerkleidern, Blusen und ähnlichen Kleidungsstücken, die angenehm locker und luftig fallen sollen, außerdem bei Stoffen, die glänzen sollen, wie z.B. Futterstoffe. In zunehmendem Maße werden auch Stricksachen, insbesondere sommerlich-leichte, aus Viskose hergestellt.
Viskose wird jedoch nicht nur in der Form von Fasern zur Herstellung von Kleidung verwendet, sie kann noch mehr: Ein weiteres Produkt aus Viskose ist Cellophan® (Wer schon einmal selbstgemachte Marmelade gegessen oder sogar gekocht hat, kennt sicher die dünnen Folien aus Cellophan, mit denen Marmeladengläser verschlossen werden). Außerdem dienen Viskosefasern als Verbandmaterial.

Chemisch betrachtet gehören Viskosefasern zu den Cellulose-Fasern, sie sind also mit der Baumwolle verwandt, die zu 90% aus Cellulose besteht (der Rest ist hauptsächlich Wachs und Pektin, ein Polysaccharid).

Cellulose

Der Stoff, der chemisch eigentlich als Viskose bezeichnet wird, ist Cellulose-Xanthogenat, es handelt sich hierbei um eine orangegelbe, zähflüssige Masse, die in einem recht aufwendigen Verfahren, dem "Viskose-Verfahren", in mehreren Schritten aus Holz (das zum großen Teil aus Cellulose besteht) hergestellt wird.

Cellulose-Xanthogenat (Viskose)

So viele Xanthogenat-Reste (in der Strukturformel rot gezeichnet) sind in den fertigen Viskosefasern allerdings nicht enthalten: Üblicherweise kommt auf zwei Glucose-Bausteine (das entspricht dem hier gezeigten Ausschnitt) ein Xanthogenat-Rest.

Aus dieser Viskose-Masse können Viskosefasern hergestellt werden, wobei die Xanthogenat-Reste größtenteils abgespalten werden, sodass die Fasern praktisch aus reiner Cellulose bestehen. Wie genau das funktioniert, könnt Ihr unter dem Stichwort Viskose-Verfahren nachlesen.

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