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Kunststoffe zum Kennenlernen:

Polyacrylate

Polyacrylate sind Polymere auf der Basis von Estern der Acrylsäure (oder auch Propensäure).

Sie werden in der Regel durch radikalische Polymerisation hergestellt, die Verwendungsmöglichkeiten von reinen Polyacrylsäureestern sind jedoch wegen der niedrigen Glasübergangstemperatur eingeschränkt. Oftmals wird jedoch ein Acrylsäureester mit einer anderen Verbindung copolymerisert. Auf diesem Wege lassen sich die Eigenschaften und somit auch die Anwendungsgebiete der enthaltenen Kunststoffe breit variieren. Die Kunstfaser Orlon® wird beispielsweise durch Copolymerisation von Methylmethacrylat und Acrylnitril gewonnen.

Ein bekannter Vertreter der Polyacrylate ist der so genannte Polymethacrylsäureester, besser bekannt als Plexiglas®. Er wird durch radikalische Polymerisation vom Methylester der Acrylsäure gewonnen, dessen wissenschaftlich korrekter Name Methyl-2-methylpropenoat ist.

Ihr habt sicher schon einmal Gegenstände aus Plexiglas® gesehen. Es ist durchscheinend wie Glas, jedoch aufgrund seiner Elastizität viel stabiler. Gegenüber schwachen Säuren und Laugen ist es stabil, jedoch löst es sich in vielen organischen Lösungsmitteln. Ihr solltet besser nicht versuchen, eine Plexiglasscheibe mit Nagellackentferner oder Ähnlichem zu putzen, die Oberfläche kann dabei matt werden.

Dank seiner Stabilität und vor allem des geringen Preises im Vergleich zu Glas ist Plexiglas® ein häufiger Baustoff. Das Dach des Münchener Olympiastadions ist aus Plexiglasplatten gefertigt. Der Stoff findet jedoch auch in Brillengläsern oder Kontaktlinsen Anwendung.

Ausschlaggebend für diese Stabilität ist die hohe Kristallinität, die ihre Ursache wiederum in der hohen Polarität der Estergruppen hat.

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