Kunststoffe in der Küche
Wenn ihr zu Hause einen Blick in eure Küche werft, so werdet ihr eine
Vielzahl von Kunststoffen sehen. Die Entwicklungen in der Polymerchemie habe
unsere Supermarktkultur überhaupt erst möglich gemacht. Im Kühlschrank
werdet ihr Verpackungen, Limonadenflaschen, Kunststofffolien oder auch
–schalen finden, und irgendwo steht bestimmt auch ein Plastikeimer eine
Salatschüssel oder ähnliches.
Bei diesen Werkstoffen – die man in der Umgangssprache als Plastik
bezeichnet – kann es sich aber durchaus um unterschiedliche Stoffe handeln,
und ihr könnt diesem Geheimnis auch auf die Spur kommen.
Zum einen sind Verpackungen in der Regel beschriftet. Natürlich ist der Name
des Verpackungsmaterials nicht mitten auf die Tüte geschrieben, aber
irgendwo an Rand müsstet ihr ein dreieckiges Symbol mit einer Abkürzung oder
einer Zahl sehen können. Diese verrät euch den Namen des Kunststoffes, aus
dem die Verpackung hergestellt ist. Manchmal steht auch eine Zahl im Symbol.

Die folgende Tabelle listet die Kunststoffe auf:
Ihr werdet feststellen, dass Getränkeflaschen in der Regel aus
PET, Verpackungen meist aus
PE und Joghurtbecher oft aus
PS bestehen. Manchmal werdet ihr die
Beschriftung nicht finden, dann hilft euch vielleicht die Dichte weiter.
PE und PP haben
eine Dichte unter 1 g/cm3, also schwimmen sie im Wasser.
PS und PET gehen
hingegen unter.
Doch es gibt noch viel mehr Kunststoffe in der Küche.
Elastische
Gegenstände, wie der Dichtungsring eines Weckglases oder Schießgummis, sind
bestimmt aus Polybutadienen oder
Polyisopren. Und irgendwo findet sich sicher
auch ein Gegenstand aus Plexiglas®, dass in der Sprache der
Chemie Polymethylmethacrylat heißt.
Der Fußboden eurer Küche ist entweder aus
PVC, oder ihr habt Fliesen. In alten Häusern muss der Boden in der Regel
mit einem Estrich geglättet werden. Dies macht man oft mit
Epoxidharz, einem weiteren Kunststoff.
Wenn ihr einen Stuhl in der Küche habt, so ist dieser vielleicht mit
einem Sitzkissen aus Schaumstoff versehen. Diesen Schaumstoff stellt man in
der Regel aus Polyurethan oder auch einem
Copolymerisat aus Polyurethan
und Polyharnstoff her.
Ebenso wie einen Spülschwamm, dessen Schrubberseite jedoch meist aus
Nylon besteht.
Solltet ihr zu Hause eine Einbauküche haben, so werdet ihr wissen, dass
diese zumeist aus Spanplatten gefertigt sind. Habt ihr euch schon einmal
gefragt, wie die Sägespäne in einer solchen Platte zusammen halten?
Sie werden zusammen mit einem Polymer (oftmals mit einem
Formaldehydharz) verpresst.

Zu guter Letzt muss natürlich auch an dieser Stelle die gute
Teflon-Bratpfanne erwähnt werden, an der praktisch
nichts anbrennt.
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