Kunststoffe im Alltag...




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   ...in der Küche

Kunststoffe in der Küche


Wenn ihr zu Hause einen Blick in eure Küche werft, so werdet ihr eine Vielzahl von Kunststoffen sehen. Die Entwicklungen in der Polymerchemie habe unsere Supermarktkultur überhaupt erst möglich gemacht. Im Kühlschrank werdet ihr Verpackungen, Limonadenflaschen, Kunststofffolien oder auch –schalen finden, und irgendwo steht bestimmt auch ein Plastikeimer eine Salatschüssel oder ähnliches.
Bei diesen Werkstoffen – die man in der Umgangssprache als Plastik bezeichnet – kann es sich aber durchaus um unterschiedliche Stoffe handeln, und ihr könnt diesem Geheimnis auch auf die Spur kommen.
Zum einen sind Verpackungen in der Regel beschriftet. Natürlich ist der Name des Verpackungsmaterials nicht mitten auf die Tüte geschrieben, aber irgendwo an Rand müsstet ihr ein dreieckiges Symbol mit einer Abkürzung oder einer Zahl sehen können. Diese verrät euch den Namen des Kunststoffes, aus dem die Verpackung hergestellt ist. Manchmal steht auch eine Zahl im Symbol.

Die folgende Tabelle listet die Kunststoffe auf:

Abkürzung Nummer

Polymer

PP 5 Polypropen
PE-HD 2 Polyethen
(mit hoher Dichte)
PE-LD 4 Polyethen
(mit geringer Dichte)
PS 6 Polystyrol
PET 1 Polyethylenterephthalat
PVC 3 Polyvinylchlorid

Ihr werdet feststellen, dass Getränkeflaschen in der Regel aus PET, Verpackungen meist aus PE und Joghurtbecher oft aus PS bestehen. Manchmal werdet ihr die Beschriftung nicht finden, dann hilft euch vielleicht die Dichte weiter. PE und PP haben eine Dichte unter 1 g/cm3, also schwimmen sie im Wasser. PS und PET gehen hingegen unter.

Doch es gibt noch viel mehr Kunststoffe in der Küche. Elastische Gegenstände, wie der Dichtungsring eines Weckglases oder Schießgummis, sind bestimmt aus Polybutadienen oder Polyisopren. Und irgendwo findet sich sicher auch ein Gegenstand aus Plexiglas®, dass in der Sprache der Chemie Polymethylmethacrylat heißt.

Der Fußboden eurer Küche ist entweder aus PVC, oder ihr habt Fliesen. In alten Häusern muss der Boden in der Regel mit einem Estrich geglättet werden. Dies macht man oft mit Epoxidharz, einem weiteren Kunststoff.

Wenn ihr einen Stuhl in der Küche habt, so ist dieser vielleicht mit einem Sitzkissen aus Schaumstoff versehen. Diesen Schaumstoff stellt man in der Regel aus Polyurethan oder auch einem Copolymerisat aus Polyurethan und Polyharnstoff her.
Ebenso wie einen Spülschwamm, dessen Schrubberseite jedoch meist aus Nylon besteht.

Solltet ihr zu Hause eine Einbauküche haben, so werdet ihr wissen, dass diese zumeist aus Spanplatten gefertigt sind. Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie die Sägespäne in einer solchen Platte zusammen halten?
Sie werden zusammen mit einem Polymer (oftmals mit einem  Formaldehydharz) verpresst.


Zu guter Letzt muss natürlich auch an dieser Stelle die gute Teflon-Bratpfanne erwähnt werden, an der praktisch nichts anbrennt.


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