Einheitliches Schulungsmaterial für die Recherche in Chemiedatenbanken

Dr. Norbert Skurcz, Datenbanken - Informationsdienste, Ettlingen

1. Ziele

2. Materialien

Geschaffen werden soll:

I. Lehrmaterial

Ziele: Vollständigkeit, Einheitlichkeit

und

II. Lernmaterial

Ziele: Arbeitshilfe bei praktischen Anwendungen, Frageorientierter Leitfaden zur Auswahl von Informationsquellen

3. Leitgedanken für die Schulungsinhalte

4. Vorgehensweise

  1. Einholen und Auswerten von Vorschlägen und Wünschen der Hochschulen

    auch: Sammlung von Fragen, die beispielhaft bearbeitet werden sollen

  2. Konsultation der Datenbankenhersteller und des Hosts

    einschließlich: Rückkopplung der Nutzererfahrungen

  3. Entscheidung über die Publikationsform

    Vorschlag: Erste Auslieferung des Lehrmaterials als Druckprodukt und/oder auf CD-ROM, Anbietung außerhalb des Projektes und Updates via Server

  4. Institutionalisierung der Herstellungsweise zur Sicherung der Kontinuität

    Regelmäßige Treffen und Auffrischungsseminare für Multiplikatoren

5./6. Schätzung von Schulungsdauer und Materialmenge

                                             Zeit (Tage) Seitenzahl
A. Einführung in die Datenbankrecherche
mit Messenger, Einsatz des STN-Express
und Grundlagen der Strukturrecherche         2            80

B. Chemisch-naturwissenschaftliche Gruppe

BEILSTEIN                                    1           120
GMELIN                                       1           120
CHEMINFORM RX                                0,75         40
+ andere STN-RK-Datenbanken
SPECINFO                                     1           120

B. Chemisch-ingenieurwissenschaftliche Gruppe

CEABA                                        0,25         30
DETHERM                                      0,75         80
KKF                                          0,75         90
TRIBO                                        0,25         20
VTB                                          0,25         15
FSTA                                         0,5          30
ULIDAT                                       0,25         20
UFORDAT                                      0,25         20

C. Patentdatenbanken
inkl. Einführung in das Patentwesen

LWPI                                         2           120
PATDPA, PATOSDE
PATOSEP
PATOSWO

Kurzvorstellungen der wichtigsten
STN-Patentdatenbanken, die nicht
im EFDB-Projekt enthalten sind

D. Kurze Einführung in die CAS-
Datenbanken CA und Registry                  0,5          30

Inhalte, Organisation und Umfang stehen zur Diskussion

Alternative Vorgehensweise bei Literaturdatenbanken:

  1. MESSENGER-Einführung
  2. Eingehende Vorstellung einer komplexen Literaturdatenbank, wie KKF oder FSTA: bibliographische Methodik und Suchtechnik in einer Datei mit Thesaurus
  3. Exploration der anderen Literaturdatenbanken anhand der Grundkenntnisse im Selbststudium nach kurzer Einführung

7. Publikationsformen

I. Lehrmaterial

Vortragsfolien mit Kommentar
vorzugsweise Druck, evtl. Lehrbuchcharakter

II. Lernmaterialien

Broschüre, ca. 100 S.
Elektronische Publikationsformen
CD-ROM für gesamtes Material
via Server, insbesondere für Updates
Technische Daten: Texte als Pagemakerdateien, Ver. 6.0 ausgeliefert auch im Adobe-PDF-Format

CheminformRX - Merkzettel

  1. CheminformRX ist im Kern eine Literaturdatenbank mit speziellen Suchmöglichkeiten mit Strukturen und/oder Reaktionen

  2. Benutzen sie CheminformRX, um in der allerjüngsten Literatur,

    - ab ca. Mitte 1990 -

    ihre Reaktionen zu suchen.

  3. Die Verschlüsselung mit den Attributen ROLE, SITE und MAP mit dem STN-Express ist die präziseste Methode, um gezielt nach bestimmten Reaktionsmechanismen zu suchen.

  4. CheminformRX enthält Reaktionen, die nach Angabe der Autoren einen besonders hohen Neuheitswert haben.

  5. Wegen der Ähnlichkeit der Implementierung zu CASREACT (ca. 3 Mio Rk.) ist CheminformRX (ca. 300 Tsd. Rk.) zum Üben hierfür geeignet.

  6. Benutzen Sie das kostenlose DISPLAY-Format SCAN, um die Qualität der Hits zu beurteilen.

    Geben Sie DISPLAY OCC ein, um zu sehen, wie viele Reaktionen in der jeweiligen Arbeit gefunden wurden.

    Geben Sie DISPLAY HIT ein, um alle Reaktionstreffer in der jeweiligen Arbeit zu sehen.

  7. Die bibliographische Suche ist möglich, aber nicht zu empfehlen, da nur ca. 50000 Dokumente enthalten sind, gegenüber 11 Mio im CA-File.


© Dr. Norbert Skurcz, Datenbanken - Informationsdienste, Ettlingen, eMail 100435.1162@compuserve.com, 1996-09-20.
Vortrag gehalten auf dem 5. EFDB-Workshop in Berlin, 1996-09-18 - 1996-09-20.
HTML-Formatierung und Bearbeitung: Burkhard Kirste, 1996-10-17