1. Der HELP-Befehl kann sehr nützlich sein. Geben Sie z.B. einmal HELP COMMANDS ein oder wechseln Sie in eine Datenbank wie z.B. BEILSTEIN oder GMELIN und geben Sie HELP CONTENT ein, um sich einen ersten generellen Überblick zu verschaffen. Einige Datenbanken bieten auch den Befehl HELP FIRST-USER; probieren Sie es aus! Einen Überblick über die Hilfethemen einer Datenbank erhalten Sie mit HELP DIRECTORY.
2. Suchen Sie in der DETHERM-Datenbank nach allen Einträgen, über Polymerisationen. Sehen Sie sich das Suchergebnis im Format HIT an.
3. Suchen Sie Xenon-Fluor-Verbindungen im Basic Index (/bi oder keine Feldbezeichnung) der Datenbank GMELIN. Lassen Sie sich das Ergebnis im Format TRIAL anzeigen.
4. Finden Sie möglichst jeden Eintrag zu Aspirin in der BEILSTEIN-Datenbank. Es sind Daten in deutscher und englischer Sprache enthalten! Lassen Sie sich einige Einträge im Format HIT anzeigen. Um festzustellen, ob das Ergebnis vollständig ist, suchen Sie auch nach dem Wort Aspirin im Feld für den chemischen Namen /cn. Lassen Sie sich hier die Substanzidentifikation IDE anzeigen und überprüfen Sie anhand der Felder CHEMICAL NAME, SYNONYM und AUTONOM NAME ob Ihr Suchbegriff alle Möglichkeiten abdeckt.
5. Wechseln Sie in die Datenbank CHEMINFORM RX und finden Sie heraus, bei welcher Zeitschrift, die in diese Datenbank aufgenommen wurde, Johann Mulzer die meisten Artikel veröffentlichte. Führen Sie hierzu zunächst eine Suche im Autorenfeld /au und anschließend ein SELECT über das Feld JT (Journal Title) durch.
6. Finden Sie in der Datenbank CHEMINFORM RX Einträge zur "Michael-Addition" bzw. "Michael-Reaktion".
7. Lassen Sie sich eine Zusammenfassung Ihrer Sitzung mittels der HISTORY-Funktion und die gesamten Kosten anzeigen.
1. Zeichnen Sie das 15N-markierte Biotin:

Das entsprechende Isotop kann unter dem Menüpunkt Other Attributes... im Menü QueryDef gewählt werden.
2. Zeichnen Sie folgendes Porphyrin unter Verwendung der Vorlage porphyri.std (Menü Template):

Hierbei soll R eine beliebige Kohlenstoffkette sein.
3. Zeichnen Sie Cobaltocen. Geben Sie über den Menüpunkt Non H-Attachments... im Menü QueryDef an, daß auch eine zusätzliche Bindung von einem Kohlenstoffatom eines Cyclopentadienylringes ausgehen kann:

4. Zeichnen Sie folgendes Purin:

Hierbei soll R ein Sauerstoff- oder Stickstoffsubstituent sein. An den Stickstoffatomen soll jegliche Substitution möglich sein, während der mit # bezeichnete Kohlenstoff keine weiteren Substituenten aufweisen soll. Suchen Sie die Struktur in der BEILSTEIN-Datenbank über eine substructure search (sss). Befindet sich die Substanz Xanthin unter den gefundenen Datenbankeinträgen ? Warum wird Adenin (R6 = NH2, R2 = H) nicht gefunden ?
5. Versuchen Sie die Porphyrine aus Aufgabe 2 sowohl in der BEILSTEIN- als auch in der GMELIN-Datenbank durch eine closed substructure search (css) zu finden.
6. Führen Sie mit dem Cobaltocen aus Aufgabe 3 eine Suche in der Datenbank GMELIN durch. Verwenden Sie hierzu alle möglichen Arten von Struktursuche (sss, css, fam, exa) nacheinander. Wie kommen die unterschiedlichen Trefferzahlen zustande und warum erhält man bei der exakten Suche mehr als einen Treffer ?
7. Natürlich können Sie auch nach dem Biotin aus Aufgabe 1 oder jeder anderen gewünschten Struktur in einer der vorhandenen Datenbanken suchen !
1. Suchen Sie nach Benzidin. Lassen Sie sich neben der Substanzidentifikation auch NMR-Daten, Dipolmoment und magnetische Eigenschaften anzeigen. Worin läßt sich Benzidin lösen ?
2. Wieviele Substanzen in der Datenbank bestehen aus genau 10 Kohlenstoffatomen, 21 Wasserstoffatomen und einem Halogen ?
3. Finden Sie heraus, ob ein Eintrag zu 1-Methyl-3,4-cyclopenten-1,2-dihydrophenanthren in der Datenbank enthalten ist. Suchen Sie hierzu unter Vernachlässigung der Zahlen nach den einzelnen Namensfragmenten im Feld /cns.
4. Welche Alkohole sieden unter Normaldruck bei 97-98 °C ? Achten Sie darauf, daß Sie die richtigen Einheiten benutzen, bzw. stellen Sie die von Ihnen bevorzugten Einheiten ein. Beschränken Sie die Suche auf Substanzen, die das Wort Alkohol (bzw. alcohol) als Namensfragment enthalten.
5. Wie läßt sich Indigo aus Anilin herstellen ? Denken Sie daran, daß in den Feldern /pre und /rea nicht unbedingt die Namen von Substanzen benutzt werden, mit Sicherheit aber die BEILSTEIN REGISTRY NUMBER angegeben ist.
1. Suchen Sie nach elementarem Vanadium und lassen Sie sich das Ergebnis im kostenfreien Format IDETAB anzeigen. Warum gibt es mehrere Einträge ?
2. Suchen Sie nach dem Mineral Y2FeBe2O2[SiO4]2. Beachten Sie das Hill-System bei der Eingabe der Summenformel. Welche Namen hat dieses Mineral ?
3. Suchen Sie nach Vanadinit (Pb5(VO4)3Cl). Benutzen Sie für Ihre Suche nacheinander den chemischen Namen (/cn), die Summenformel (/mf) und die linearisierte Strukturformel (/lsf) und lassen Sie sich das Ergebnis jeweils im Format Ide anzeigen. Welches ist der "sinnvollste" Datenbankeintrag ?
4. Suchen Sie nach folgender Substanz:

Welche Form und Farbe haben ihre Kristalle und wie läßt sie sich herstellen ?
5. Suchen Sie nach Legierungen, die als Hauptbestandteil Kupfer und 0,01 - 0,5 Gewichtsprozent Phosphor enthalten. Wieviele der gefundenen Legierungen sind Bronzen (Kupfer-Zinn-Legierungen) ? Lassen Sie sich das Ergebnis im Format MACTAB anzeigen.
1. Zeichnen Sie das folgende Triazin-Derivat:

Lassen Sie sich Reaktionen zeigen, deren Produkt es als Substruktur enthält.
2. Finden Sie die Thorpe-Ziegler- (oder Ziegler-Thorpe-) Reaktion. Lassen Sie sich Abstract und bibliographische Daten anzeigen.
3. Zeichnen Sie Maleinsäureanhydrid:

Finden Sie Reaktionen, in denen Maleinsäureanhydrid als Reaktant oder Reagenz fungiert. Lassen Sie sich einige der gefundenen Reaktionen im Format scan anzeigen. Bei wievielen Reaktionen ist es als Reaktant, bei wievielen als Reagenz eingetragen ?
4. Wieviele Reaktionen mit Decan als Lösemittel befinden sich in der Datenbank ?
5. Zeichnen Sie folgende zwei Strukturen:

Suchen Sie nach Reaktionen, bei denen das Chlorid in das Amin (als Substruktur) umgewandelt wird. Lassen Sie sich die Antworten im Format fhit zeigen.
6. Finden sich in der Datenbank Möglichkeiten ein Thiol zum Thioester umzusetzen mit Ausbeuten über 95 % ?
7. Zeichnen Sie Lawesson's Reagenz:

Bei wievielen der in der Datenbank vorhandenen Einträge findet es Verwendung in irgendeiner Funktion außer dem Produkt ?
1. Nach Aufnahme eines Massenspektrums befürchten Sie, daß Ihr Produkt mit Benzoesäure verunreinigt ist. Lassen Sie sich in der Datenbank das Massenspektrum von Benzoesäure zum Vergleich anzeigen.
2. Sie hoffen folgende Struktur dargestellt zu haben:

Zur Charakterisierung haben Sie ein Massenspektrum aufgenommen. Suchen Sie die Struktur mit dem Programm CHESS und lassen Sie sich Substanzidentifikation und MS-Daten zum Vergleich anzeigen.
3. Sie haben das IR-Spektrum einer unbekannten Substanz aufgenommen. Unter anderem fanden Sie folgende Linien:
Wellenzahl Intensität Signalbreite
[cm-1] [%] [cm-1]
1314 90 25
1370 72 15
1489 99 30
1539 87 40
1608 76 15
Außerdem konnten Sie aus der Elementaranalyse bestimmen, daß die Verbindung gleich viele Kohlenstoff- und Wasserstoffatome und acht mal so viele Kohlenstoff- wie Stickstoffatome enthält. Um welche Verbindung könnte es sich handeln ? Benutzen Sie die Programme EDSPEC und GETSPEC. Zur weiteren Suche müssen Sie z.B. die SPECINFO Registry Number (srn) selektieren, da nach den Ergebnis-L-Nummern der in SPECINFO implementierten Programme nicht gesucht werden kann.
4. Lassen Sie sich das 13C-NMR-Spektrum der folgenden Struktur durch das Programm SPECAL berechnen (Die # vorerst nicht beachten):

Wählen Sie einen aus vielen Strukturen berechneten Peak aus und schränken Sie die chemische Verschiebung sinnvoll ein.
5. Lassen Sie sich durch das Programm COUPCAL die Kopplungskonstanten zwischen den mit # gekennzeichneten Atomen berechnen.
1. Suchen Sie Daten zur Viskosität von Piperidin. Lassen Sie sich Substanzidentifikation, bibliographische Daten und Tabellen anzeigen. Schauen Sie auch im Thesaurus nach anderen Namen für Piperidin.
2. Sie suchen einen bestimmten Artikel und wissen noch, daß der Autor Nilsson hieß und der Artikel in den siebziger Jahren in der Acta Chemica Scandinavia veröffentlicht wurde. Finden Sie ihn und lassen Sie sich die Tabellen mit den dazugehörigen bibliographischen Daten anzeigen.
3. Suchen Sie nach Carbonylen von Nebengruppenmetallen. Hierbei sollen nur reine Substanzen berücksichtigt werden.
4. Finden Sie Dichteangaben für reine organische Substanzen bei 25 °C und 1013 hPa.
5. Finden Sie Mehrkomponentensysteme, bei denen eine Komponente Xenon und Fluor enthält.
1. Suchen Sie in der Datenbank KKF nach Einträgen, die Angaben zur HPLC (Hochdruckflüssigchromatographie, engl.: High Pressure Liquid Chromatography) enthalten.
2. Finden Sie in der Datenbank VTB Einträge zu Virusinfektionen, die explizit nicht mit HIV oder AIDS in Verbindung stehen.
3. Bauen Sie die folgende Struktur mit dem Messenger-Befehl structure auf:

X steht hierbei für ein beliebiges Halogen, R soll eine beliebige Kohlenwasserstoffkette oder ein Wasserstoffatom sein. An einer der beiden markierten Positionen soll eine Nitrogruppe (-NO2) substituiert sein. Suchen Sie die fertige Struktur als closed substructure in der BEILSTEIN-Datenbank.
4. Zeichnen Sie online die folgende Struktur:

Speichern Sie die Struktur einmal ohne Stereospezifikationen (flat oder ns) und ein zweites Mal mit der gezeichneten Stereochemie (vis). Suchen Sie dann in der Datenbank BEILSTEIN erst nach der unspezifizierten Struktur, um dann im Ergebnis nach der Stereostruktur zu suchen.
5. Suchen Sie Daten zu Ihrem derzeitigen Forschungsgebiet! Nutzen Sie die Vorzüge der einzelnen Datenbanken und scheuen Sie sich nicht, die Befehle expand und help großzügig zu verwenden!
Die folgenden Aufgaben wurden für die Datenbank LWPI erstellt und getestet, können und sollen aber auch in anderen Patentdatenbanken (z.B. PatDPA) gelöst werden.
1. Suchen Sie nach dem Deutschen Patent DE4327838.
2. Suchen Sie nach Patenten zu automatischen Pipetten. Lassen Sie sich Titel, Schlüsselwörter, Abstract und Graphik anzeigen.
3. Finden Sie Patente der Firma Allis-Chalmers, die im Jahr 1980 veröffentlicht wurden.
4. Suchen Sie deutsche Patente, die mit Aspirin bzw. Acetylsalicylsäure in Zusammenhang stehen. Lassen Sie sich Treffer und bibliographische Daten anzeigen.
5. Für welche Erfindung von J. Zimmer hält die Robert Bosch AG das Patent ?
6. Welche Substanzklasse stellt die Firma Hoffmann La Roche am häufigsten her ? (Hinweis: selektieren Sie die Derwent Klassifikation und lassen Sie sich im Index die Bedeutung anzeigen.)
7. Versuchen Sie auch die Aufgaben am Ende des Skripts zu lösen. Beachten Sie bitte, daß SmartSelect im Rahmen des EFDB-Projekts nicht verwendet werden darf.