Endnutzerförderung Chemiedatenbanken: Kurzinformation
- BMFT-Projektförderung Fachinformation
- Bundeshaushaltsplan (Kap. 30 04 Tit. 685 60)
- Verbundvorhaben:
- Endnutzerförderung Chemiedatenbanken (FKZ 08 C 7822 0, 08 CHE 1-57)
- Thema:
- Ausbildung aller Hochschulabsolventen chemischer Fachrichtungen als
Endnutzer elektronischer Fachinformation und Ergebnistransfer in die
Industrie
- Zuwendungsempfänger:
- Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. (GDCh), Frankfurt/Main
und 55 Hochschulen
- Projektleiter:
- Prof. Dr. Dr. h. c. Heindirk tom Dieck, Geschäftsführer
- Projektmanager:
- Dr. rer. nat. habil. Rainer Schütz
- Laufzeit:
- 01. 11. 1993 - 30. 06. 1994 (Vorphase, GDCh)
- 01. 07. 1994 - 30. 06. 1997 (Hauptphase)
- 01. 07. 1997 - 31. 12. 1997 (Nachphase, GDCh)
- Finanzierung:
- Förderquote: 54,8 %
- Gesamtvolumen:
- 17.923.042 DM
- Zuwendung:
- 9.813.271 DM
- Eigenmittel:
- 8.109.771 DM
Zielgruppen:
- 59 Fachbereiche Chemie (einschließlich Lebensmittelchemie, Biochemie,
Pharmazie), darunter 13 in den neuen Bundesländern, in 57 Teilprojekten
an 55 Hochschulen inclusive 6 Chemiefachbereiche an Fachhochschulen.
- ca 10.000 Diplomanden, Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter,
die während der Projektlaufzeit in der Nutzung elektronischer Fachinformation
ausgebildet werden.
- 60 GDCh-Ortsverbände mit insgesamt 27.000 Mitgliedern aus Wissenschaft,
Wirtschaft, Behörden und Freien Berufen.
- ca. 140 GDCh-Mitgliedsfirmen.
Projektpartner:
- Host und Datenbankproduzenten (STN International/FIZ Karlsruhe, FIZ
Chemie, Beilstein-Institut, Gmelin-Institut, Chemical Concepts).
- Schulungsanbieter (FIZ Karlsruhe, FIZ Chemie, TT Heidelberg, WIND
Köln, OTTI Regensburg und einige andere private Anbieter).
Ziele:
- Heranführen aller Hochschulabsolventen der Chemie an die Endnutzung
elektronischer Fachinformation (Zusatzqualifikation).
- Effizienzsteigerung der aktuellen Forschung durch Online-Recherchen
am Arbeitsplatz (Effizienz).
- Verankerung der Nutzung moderner elektronischer Fachinformation in
den Curricula der Chemie (Kontinuität).
- Transfer dieser Fähigkeiten auf die Arbeitsplätze in Wirtschaft und
Verwaltung (Ergebnistransfer).
- Stärkere Beteiligung der Nutzer an den Datenbankkosten (Umfinanzierung).
- Bewertung des öffentlichen Datenbankangebots (Evaluierung).
Arbeits- und Zeitplan:
Einführungsphase (01. 07. 1994 - 30. 09. 1994):
- Kontrolle der hardwaremäßigen Voraussetzungen an den Fachbereichen.
- Erwerb und Installation der benötigten Front-End-Software.
- Überwindung auftretender Netzwerkprobleme.
- Koordinierung der Schulungsmaßnahmen
- Am 5. Oktober findet ein Erfahrungsaustausch in Frankfurt statt (Probleme,
Diskussion des Schulungskonzepts, Festschreibung der konkreten Schulungstermine
für die Schulungen durch externes Schulungspersonal). Auf dieser Veranstaltung
haben die Datenbankproduzenten die Möglichkeit einer Repräsentation.
Desweiteren wird ausgewählte Literatur vorgestellt.
Erste Schulungsphase (01. 10. 1994 - 31. 03. 1995):
- Multiplikatorenschulung für die benutzte Software.
- Beginn der einführenden Lehrveranstaltungen zur Retrievalsoftware
etc. laut Schulungskonzeption.
- Einzelne Fachbereiche, die in der Nutzung der elektronischen Fachinformation
schon weiter fortgeschritten sind, beginnen mit den Schulungen zu speziellen
Datenbanken.
- 16. 01. 1995: Statusbericht an die GDCh.
- In den Fachbereichen erfolgt die Erarbeitung eines Schulungskonzepts
für 1995 bis Projektende für die Schulung der Doktoranden und des
festangestellten wissenschaftlichen Personals durch eigene Mitarbeiter.
Kontrolle durch die GDCh.
- Herstellen der Kontakte des Projektmanagements mit der Industrie.
Zweite Schulungsphase (01. 04. 1995 - 31. 03. 1996):
- Spezieller Komplex zu den Chemiedatenbanken mit Schwerpunktsetzung
nach Bedarf.
- Patentwesen und Patentinformation mit Online-Übungen.
- Juni 1995: Erfahrungsaustausch mit wissenschaftlichem Programm, u.a.
Vorstellen spezieller Chemiesoftware.
- 01. 07. 1995: Statusbericht an die GDCh.
- Okt. - Nov. 1995: (Regionale) Weiterbildungsveranstaltung.
- Jan. - Feb. 1996: Erarbeitung eines Schulungskonzepts in den Fachbereichen
für die Schulung der Diplomanden in der Vordiplomphase durch die ausgebildeten
festangestellten wissenschaftlichen Mitarbeiter nach Projektende (Kontrolle
durch die GDCh).
- 15. 01. 1996: Statusbericht an die GDCh.
- Verhandlungen mit FIZ Karlsruhe über die operational costs für 1996
und 1997.
Konsolidierungsphase (01. 04. 1996 - 31. 12. 1996):
- Expertenkurse für die festangestellten Mitarbeiter,
- "Update" und Vertiefung der Kenntnisse, möglicherweise in Workshop
Form.
- Erstellen eines Fortbildungsangebots für die Industrie.
- Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Projektbegleitung.
- Juni 1996: Erfahrungsaustausch mit wissenschaftlichem Programm.
- 01. 07. 1996: Statusbericht an die GDCh.
- Okt. - Nov.: (Regionale) Weiterbildungsveranstaltung.
- Diskussion der Angebote von Karlsruhe und der Datenbankproduzenten
an die Fachbereiche nach Projektende.
Schlußphase (01. 01. 1997 - 30. 06. 1997):
- Die Erarbeitung eines einheitlichen Schulungsmaterials für die
Verwendung nach Projektende wird abgeschlossen.
- In den Fachbereichen ist der Übergang auf 100%ige Ausbildung der
Studenten durch internes Schulungspersonal vollzogen.
- Mit der Gesamtevaluierung der Datenbanknutzung im Rahmen des Projekts
wird begonnen.
- Erste fundierte Aussagen des wissenschaftlichen Begleitprogramms
liegen vor.
- März 1997 Abschlußtreffen in Frankfurt.
- 15. 07. 1997 Abschlußbericht an die GDCh.
Aufgaben des Projektmanagements:
- Klärung der personellen, finanziellen, technischen und schulungsmäßigen
Voraussetzungen in den Fachbereichen in der Vorphase.
- Gesamtleitung und Steuerung des Verbundprojektes "Endnutzerförderung
Chemiedatenbanken". Unterstützung der Projektnehmer bei der Antragstellung
und bei der Durchführung des Projekts "Endnutzerförderung Chemiedatenbanken".
- Die GDCh übernimmt die langfristige, übergeordnete Terminkoordinierung
und Herbeiführung von Schulungsaufträgen. Sie legt den Inhalt der
Schulungsmaßnahmen fest und kontrolliert deren Qualität.
- Organisation der ersten Schulungsveranstaltungen.
- Erwerb der Software und Auftrag zur Entwicklung einer Übungs-CD-ROM
durch die GDCh.
- Erstellen einer Konzeption für die wissenschaftliche Begleitung des
Projekts (Evaluierung der Datenbanknutzung, Auswirkung auf die Forschung)
und die Kontakte zur Industrie.
Abgeschlossene Verträge:
- Vertrag zwischen der GDCh und dem FIZ Karlsruhe über die Bereitstellung
von Zugangsberechtigungen zur Nutzung von Datenbanken über STN International.
- Kooperationsvereinbarungen zwischen der GDCh und den beteiligten
Fachbereichen.
- Vereinbarungen zwischen der GDCh und den Datenbankproduzenten.
- Nutzerordnungen zwischen den beteiligten Fachbereichen und dem FIZ
Karlsruhe.
- Rahmenvereinbarungen zwischen der GDCh und den Schulungsanbietern.
Öffentliche Bekanntmachungen:
- 06. 09. 1993 Hamburg:
- Parl. Staatssekretär Neumann auf der GDCh-Hauptversammlung
- 06. 09. 1993 Bonn:
- BMFT-Pressemitteilung
- Jan. 1994 Frankfurt/M.
- "Nachrichten für Chemie, Technik und Laboratorium" 1/94
- 16. 03. 1994 Dresden
- Vortrag auf DASp-Workshop
- 20. 04. 1994 München
- Referatsleiter 425 auf der ANALYTIKA
- 15. 09. 1994 Frankfurt/M.
- Pressekonferenz
- 15. 09. 1994 Bonn
- BMFT-Pressemitteilung
- Nov. 1994 Frankfurt/M.
- "Nachrichten für Chemie, Technik und Laboratorium" 11/94
- Nov. 1994 Bitterfeld
- Podiumsdiskussion Jahrestagung der Fachgruppe Chemie-Information-Computer
Frankfurt am Main, 13. 09. 1994
Dr. rer. nat. habil. Rainer Schütz
Projektmanager
HTML-Formatierung: Burkhard Kirste, 1994/11/14.