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Stundenplan


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Wie ist das eigentlich so an der Uni?

Arbeiten in der Institutsbibliothek

Dem Aufbau des Bachelorstudiums können Sie entnehmen, dass der Studienverlauf in den ersten 6 Semestern weitgehend vorgegeben ist. Die Situation ist also insofern mit der Schule vergleichbar, als Sie jedes Semester einen relativ strikten Stundenplan haben, den Sie abarbeiten müssen. Sie werden also keine großen Orientierungsprobleme haben. Ein großer Unterschied zum schulischen Lernen besteht jedoch darin, dass Sie selbständig lernen müssen: Es gibt keine Lehrer, die kontinuierlich Ihren Lernfortschritt beobachten und Sie beim Lernen anleiten, sondern es gibt Lehrangebote und Leistungskontrollen. Die Fähigkeit, sich selbst Wissen anzueignen ist eine der zentralen Fähigkeiten, die Sie an der Universität lernen sollen! Für Ihre Studien steht Ihnen eine leistungsfähige Institutsbibliothek zur Verfügung. Diese verfügt nicht nur über einen großen Bestand an Zeitschriften und Büchern, sondern bietet auch Internet-Zugang, Kopiermöglichkeiten und viel, viel Platz, um sich auszubreiten. Lehrbücher, die sie zunächst nicht selbst kaufen wollen, können sie in der Lehrbuchsammlung ausleihen.

Gute Studenten sind solche, die meistens ganz schön "ackern", also beispielsweise auch vor einem 10-Stunden-Tag nicht zurück schrecken und sich abends noch an den Schreibtisch setzen, um den Vorlesungsstoff nachzuarbeiten und Protokolle zu schreiben. Sie lernen für sich selbst: Je mehr, umso besser für Sie, wenn Sie sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben.

Es gibt bei uns die folgenden Lehrformen:

 

Vorlesung.

Vorlesung
 

Dabei referiert ein Professor über ein Thema. Sicher, es ist möglich, gelegentlich mal eine Zwischenfrage zu stellen und jeder Professor wird sich Zeit nehmen, nach der Vorlesung ein paar Fragen zu beantworten, aber das ändert nichts daran, dass es im Wesentlichen der Professor ist, der redet und Sie es sind, der zuhört. Im allgemeinen müssen Sie die Vorlesungsinhalte zu Hause selbständig nacharbeiten. Es kann, muss aber nicht sein, dass der Professor dazu gewisse Hilfen anbietet, etwa indem er ein bestimmtes Buch empfiehlt oder indem er zu seiner Vorlesung Skripten verteilt. An einer Vorlesung können Sie übrigens ohne Probleme auch schon mal als Schüler(in) teilnehmen.

 

Übung

Mathematik-Übung
 

Die Übung hat bei uns im Bachelor/Master-Studiengang eine erhebliche Aufwertung erfahren. Man versteht das gerade in der Vorlesung Gelernte nämlich besser, wenn man es anwendet und selbst übt. Aus diesem Grund werden die meisten Vorlesungen nunmehr mit einer Übung kombiniert. Es kann sein, das es dabei auch Hausaufgaben gibt. Es kann auch sein, dass Ihre Übungsleistungen gesondert benotet werden. Übungen werden meist von Mitarbeitern (Assistenten) oder Studenten aus höheren Semestern abgehalten. Studenten, die einen entsprechenden Ausbildungsvertrag haben, nennt man Tutoren. Ein Tutor ist meist kaum älter als Sie selbst und kann Ihre Probleme deshalb noch sehr gut nachempfinden. Er soll Sie mit Tips versorgen, wie man es schafft, den Stoff zu verstehen.

 

Seminar

Seminarvortrag
 

In einem Seminar halten die Studenten Vorträge. Der Nutzen ist hier zweifach: Einerseits sollen Sie als Zuhörer den dargebotenen Stoff lernen, andererseits sollen Sie lernen, auch selbst Wissen aufzubereiten und so zu vermitteln, dass andere dies verstehen können. Wissenstransfer ist ein ganz wesentliches Element des wissenschaftlichen Schaffens. Sie können ein blendender Forscher werden, aber wenn Sie sich niemandem gegenüber verständlich machen können, werden Sie ein unbeachtetes Dasein fristen. Nicht umsonst gehört zu den Examensarbeiten des Bachelor- und des Masterstudiengangs sowie insbesondere auch zur Promotion stets ein mündlicher Vortrag über die geleistete wissenschaftliche Arbeit. Wir stellen zur Präsentation auch für Studenten umfangreiches technisches Gerät, z.B. Laptop und Beamer zur Verfügung. Gerade zeichnet sich so etwas wie eine Revolution in der Vortragstechnik ab: Auch Studenten sind immer mehr mit Laptops ausgestattet und es steht zu vermuten, das in ein paar Jahren Overhead-Projektoren zum "alten Eisen" gehören.

 

Praktikum

Vorbereitung auf den nächsten Versuch
 

Das Praktikum ist in Deutschland nach wie vor ein zentraler Bestandteil der Chemieausbildung. Die in der Vorlesung gehörten Sachverhalte sollen durch eigene Erfahrung besser begriffen werden. Welcher Anstrengung bedarf es zum Beispiel, die vom Professor so galant an die Tafel geschriebene Synthese - z.B. unter strengem Wasser- oder Luftausschluss - tatsächlich durchzuführen? Im Bachelorstudium sind bei uns die Praktika auf zuvor oder zeitgleich stattfindende Vorlesungen abgestimmt, so dass Sie tatsächlich immer das üben, was Sie zuvor in der Vorlesung gehört haben. Praktika sind sehr zeitintensiv. Das ist der wesentliche Grund dafür dass die Präsenzzeit an der Universität im Chemiestudium sehr hoch ist.

Als Master oder gar als promovierter Chemiker werden Sie später wahrscheinlich im Labor nicht mehr selbst Hand anlegen. Durch Ihre praktische Laborerfahrung werden Sie aber wissen, wie ein Labor "funktioniert". Sie werden deshalb das Ihnen zugeordnete Laborpersonal besser anleiten können.

 

Kolloquium

Das Kolloquium ist eine Veranstaltung, bei der Fachwissenschaftler zu einem Vortrag eingeladen werden. Üblicherweise referieren diese über einige Aspekte ihrer aktuellen wissenschaftlichen Forschungen. In den ersten Semestern werden die Themen für Sie wahrscheinlich meist "böhmische Dörfer" sein. Aber in den fortgeschrittenen Semestern sollten Sie anfangen, sich auch für das zu interessieren, was noch nicht in den Lehrbüchern steht. Oft gibt es nach einem Vortrag noch eine "Nachsitzung". Darunter versteht man einen in unmittelbarem Anschluss an den Vortrag stattfindenden Besuch eines nahe gelegenen Lokals, wo man in ungezwungener Athmosphäre weitere Informationen austauscht. Nehmen Sie ruhig auch einmal an solchen Nachsitzungen teil, um eine Vorstellung davon zu erhalten, wie es so "hinter den Kulissen" zugeht.

 

Gesellschaft Deutscher Chemiker

In chemischen Fachbereichen werden Kolloquien unter anderem von den jeweiligen Ortsverbänden der "Gesellschaft Deutscher Chemiker" organisiert. In Berlin findet das GDCh-Kolloquium reihum an jeweils einer der drei Universitäten Berlins statt. Vortragsthemen können Sie in einer Liste einsehen. Darüber hinaus veranstalten die einzelnen wissenschaftlichen Fachrichtungen unseres Instituts jeweils eigene Colloquien. Näheres entnehmen Sie bitte den Aushängen im Institut. Üblicherweise finden Sie am Anfang des Semesters einen Aushang mit allen geplanten Veranstaltungen des Semesters. Colloquien sind immer öffentlich. Sie können also auch teilnehmen, ohne Mitglied der FU zu sein.

 

 





 

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T.Lehmann | Letzte Aktualisierung: 15.09.2012| Links