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Nach der Promotion

Ich habe vor kurzem im Fach Anorganische Chemie promoviert. Mir ist es dabei gelungen, Gold-Atome mit dem Edelgas Xenon zu dem Ion (AuXe4)2+ zu verbinden. In der Schule lernt man, dass so etwas gar nicht ginge. Im Normalfall stimmt das ja auch, aber wenn man sich anstrengt, dann geht das eben doch. Die Substanz ist unter Inertgas sogar bis -30 °C überraschend stabil. Experimente dieser Art liefern Grundkenntnisse über das Reaktionsverhalten von Stoffen. Die o.g. Verbindung ist die erste überhaupt hergestellte Metall-Edelgasverbindung. Derzeit arbeiten wir in unserer Arbeitsgruppe daran, Gold auch in anderer Stöchiometrie oder anderer Oxidationsstufe, oder vielleicht sogar andere Metalle mit Xenonatomen zu verbinden. Ich selbst werde allerdings nicht mehr lange daran teilhaben können, denn die Promotion ist das Ende meiner Ausbildung hier an der FU und ich bin gerade dabei, mich jetzt nach einem passenden Job umzusehen. Mein Doktorvater hat kürzlich den Wilhelm-Klemm-Preis der GDCh verliehen bekommen. Wer, weiss, meine Xenon/Gold-Verbindung hat da vielleicht auch ein kleines bisschen mit dazu beigetragen. Aber dieser Preis wird auch umgekehrt mir bei meinen Bewerbungen helfen.

 





 

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T.Lehmann | Letzte Aktualisierung: 19.03.2009| Links