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Naja, also das sieht hier ja vielleicht so aus, als ob das gar nichts mit Chemie zu tun hätte. Das stimmt aber überhaupt nicht. Ich mache hier gerade mein physikalisch-chemisches Fortgeschrittenenpraktikum und dieser Versuch hier heißt "Blitzlichtphotolyse". Was da im Prinzip passiert ist schnell erzählt: Man untersucht ein Reaktionsgleichgewicht, also ein System, bei dem Reagenzien nicht vollständig zu Produkten abreagieren, weil die Produkte auch wieder zurück zu den Reagenzien reagieren. Was ich hier mache ist, dass ich durch einen schnellen Blitz eines der Produkte irreversibel zerstöre. Natürlich gerät dadurch das Reaktionsgleichgewicht in Schieflage und die Reagenzien müssen wieder ein wenig von dem zerstörten Produkt nachliefern, bis das Gleichgewicht wieder erreicht ist. Die Bildungsgeschwindigkeit kann ich nun auf dem Oszilloskop verfolgen und unter verschiedenen Bedingungen untersuchen. Mit solchen reaktionskinetischen Daten kann man z.B. Reaktionsmechanismen aufklären.
Was sich hier so einfach anhört, ist allerdings mit einigem Rechenaufwand verbunden. Wer will, kann sich ja das Skript zu diesem Versuch ansehen.


